Montag, 26. September 2016

Drinks, Pubs und Essen in Dublin

Zu Dublin starte ich heute mit dem kulinarischen Teil... Natürlich gibt es hier noch sehr viel Anderes zu sehen und zu erleben, aber die Pub-Kultur ist doch sehr beeindruckend und präsent! So werdet Ihr hier ganz typische Empfehlungen finden für Bars, die man einfach besuchen muss, aber auch Tipps für Locations, die man nicht direkt erwarten würde.

Zu Dublin und Irland kommt vielen sofort Guiness und Whiskey in den Sinn... und es wird einem hier auch ganz einfach gemacht, beides als kulinarische Sehenswürdigkeit kennenzulernen:

Die Jameson Distillery (link)... hat eine lange und spannende Geschichte. Von aussen hat die alte Firma so richtig den industriellen Touch, drinnen jedoch wurde sehr gemütlich und romantisch dekoriert. Für 16 Euros könnt Ihr an einer Führung teilnehmen, bei der Euch kurzweilig und mit viel Humor die Firmengeschichte, aber auch viel Wissen zum Irischen Whiskey nähergebracht wird.
Im Eintrittspreis ist eine Degustation mit drei verschiedenen Whiskeys - ein Amerikanischer, ein Schottischer, sowie ein Irischer - enthalten, was mit dem neuen Wissen besonders spannend ist. Am Schluss der Führung wird Euch auch noch ein Getränk offeriert, je nach Wunsch ein Whiskey oder ein Mischgetränk. Die Jameson Distillery ist momentan geschlossen und wird im März 2017 wieder neu eröffnet und ich würde sofort nochmals hingehen, weil mir hier ein super Einstieg ins Thema Whiskey geboten wurde.


Das Guiness Storehouse (link) habe ich an einem speziellen Anlass kennengelernt und deshalb in der kurzen Zeit bei weitem nicht alle interessanten Fakten erfahren. Was aber auf jeden Fall sehr beeindruckend ist: Das Gebäude und damit die ganze Ausstellung sowie die Gastronomie sind in einer spannenden Architektur über sieben Stockwerke aufgebaut.
Über dem Museumsteil findet Ihr im vierten Stock die "Guinness Academy", sowie die "Connoisseur Bar", die trotz der Höhe eher wie gemütliche Keller-Bars wirken. Im fünften Stock sind mehrere Restaurants untergebracht und schliesslich im siebten Stock die Gravity Bar - die höchste Bar in Dublin - aus der man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt geniessen kann.
Tickets werden am besten über die Homepage vorbestellt und kosten je nach gewünschter Uhrzeit zwischen 14 und 20 Euros. Ein offeriertes Guinness ist darin inbegriffen und obwohl ich gar keine Biertrinkerin bin, habe ich natürlich probiert! Schliesslich haben mir alle Einheimischen versichert, dass ein Guiness in Dublin am allerbesten schmeckt, denn es reist angeblich nicht gerne und verliert an Geschmack je weiter es von "zu Hause" weg ist...

Nun aber wie versprochen zu den Bars! Davon gibt es in Dublin sehr, sehr viele... Spaziert ruhig durch die Gassen, lasst Euch treiben und geht dort hinein, wo Euch die (live-) Musik gefällt, die Leute am lautesten lachen oder einfach das Ambiente super ist. Ihr braucht dafür nicht unbedingt Geheimtipps oder Empfehlungen.

Wenn Ihr aber etwas Besonderes sucht, kann ich Euch folgende drei Lokale aus eigener Erfahrung empfehlen:

The Brazen Head (link) soll Irlands ältestes Pub sein und dessen Geschichte bis ins Jahr 1198 zurückreichen. Auch heute noch finde ich, es ist unbedingt eine Empfehlung wert! Im alten, verschachtelten Gebäude mit den verschiedenen kleinen und grösseren Bar-Räumen herrscht eine freundliche, unkomplizierte Atmosphäre. Gutes Essen (zum Beispiel der typische Deep Fried Brie mit Cranberry Sauce und Salat, mmmh!) wird serviert und man fühlt sich hier wohl, ob alleine, als Paar oder auch in ganzen Gruppen. Sobald es das Wetter erlaubt, stehen auch viele Leute draussen und man fühlt sich gleich willkomen, sich dazu zu stellen. Der Leitspruch des Lokals: "There are no strangers here, only friends who have never met!" passt hier perfekt!

Ganz anders und sehr speziell wirkt das Café en Seine (link): Tagsüber ein schickes Café, in dem man Tee trinkt, findet man hier Abends eine opulente, gediegene Art Deco - Bar hinter den unauffälligen Mauern. Das Ambiente ist Anfangs eher ruhig und edel, das Personal zuvorkommend und feines Essen und Getränke werden serviert. Später wird die Stimmung immer lockerer und ausgelassener und am Wochenende wird die Bar auch zum Club mit lauter Musik und Tanz. Von einem ruhigen Abend zu zweit bis zu fröhlichem "sehen und gesehen werden" ist hier alles möglich. Sonntags schlussendlich wird jeweils live Jazz gespielt.

Nochmals anders ist das House Dublin (link) - eine romantische, entspannte Bar. Im Hauptraum, der einem riesigen Wintergarten gleicht, ist die Stimmung mit der relaxten Einrichtung und stimmungsvollen Beleuchtung etwa so, wie man es sich in einer schönen Sommernacht erträumt. Der "Redroom" hingegen ist eine opulente ganz in rotem Stoff eingekleidete Bar und wird am Wochenende zum Club, in dem in spezieller, gediegener Atmosphäre getanzt wird. Man kann im House tagsüber wie auch Abends essen, die Drink-Auswahl ist grandios riesig und vor allem Gins und Whiskeys sind hier in einer beeindruckenden Anzahl vorhanden und werden vom freundlichen Personal gerne erklärt. (Leider habe ich kein Foto dieses Lokals, aber über den Link findet Ihr eine Gallerie)

Nun stelle ich Euch noch einige Locations in Dublin vor, die ich gerne besucht hätte, für die mir aber die Zeit gefehlt hat...

Am bekanntesten als Ausgehmeile ist in Dublin das Temple Bar Viertel und am allerbekanntesten die Temple Bar (link) selbst. Hier gibt es oft Livemusik, das internationalste Publikum und immer gute Stimung. Wollt Ihr ausgelassen feiern, seid Ihr hier absolut richtig! Wenn Ihr aber eher das Dublin und die Pubs der Einheimischen kennenlernen wollt, besucht Ihr besser ein anderes Viertel / eine andere Bar.

O'Donoghue's Pub (link) ist eines der legendärsten Pub's in Dublin. Musik hat hier immer eine grosse Rolle gespielt und tut es auch heute noch. Dieses Pub wird von den Iren selbst sehr gerne besucht, ist aber unterdessen auch in vielen Reiseführern beschrieben. Dementsprechend laut und rappelvoll ist es hier jeweils und da es auch praktisch keine Sitzplätze gibt, werdet Ihr dicht gedrängt stehen.

The Celt (link) ist noch ein traditionelles Pub (welches schon nicht...) in Dublin. Livemusik gibt es hier täglich und nicht nur gut zu trinken, sondern auch gutes Essen. The Celt is authentisch was die Deko, aber auch die Besucher angeht.

The Liquor Rooms (link) ist DIE Cocktailbar in Dublin. Es gibt hier eine riesige Auswahl an kreativen und legendären Cocktails, die teilweise auch sehr speziell und liebevoll dekoriert sind. Das Ambiente der Räume erinnert mit den Tapeten etwas an riesige (aber kuschelig dunkle) Wohnzimmer.

Zum Essen ist man vor allem Abends oft auch in den Pubs gut bedient. Trotzdem habe ich auch einige Restaurants rausgesucht, die aus verschiedenen Gründen eine spezielle Empfehlung wert sind! Einige davon sind Vegetarisch, was in den Pubs naturgemäss schwieriger zu finden wäre...

Das Cornucopia (link) hatte ich mir notiert und es war gerade in der Nähe, als ich auf meiner Dublin-Tour hungrig wurde. Es ist ein Vegetarisches Restaurant, das aber immer auch vegane, glutenfreie und raw - Menüs bietet. Die täglichen Angebote an Suppen, Salaten und anderen Gerichten sind auf Tafeln notiert und können an der Theke nach Wunsch kombiniert und bestellt werden.
Zuerst dachte ich, mein gewählter Rotkohl-Karotten-Salat sieht etwas sehr "biologisch" aus... Vegetarisches Essen muss für mich ein Genuss sein, egal wie gesund es ist... Doch ich wurde nicht enttäuscht: Der Salat, aber auch der Hummus mit Pitabrot, die marinierten Oliven und der frische Fruchtsaft waren sehr, sehr fein! Das Cornucopia ist freundlich und hell eingerichtet und für Alleinereisende wie mich sind die Sitzplätze mit Aussicht am Fenster ideal.

Auch andere Restaurants, die ich mir vorgemerkt hatte, tönten spannend, aber ich hatte leider zu wenig Zeit, um sie alle zu testen...

Govinda's (link) Serviert wird feines Vegetarisches Essen, sowohl in Europäischem als auch in Indischem Stil und die Portionen sind gross und günstig. Man wählt eine Tellergrösse und stellt sich dann die Gerichte nach Wunsch zusammen (oder probiert gleich alles). Das Ambiente ist dafür nicht so überragend.

Honest to Goodness (link) Hier gibt es sehr gute Sandwiches, Suppen, Salate und Pizzas - nicht nur, aber auch Vegetarisch. Ausserdem stehen Morgens beliebte Frühstück - Menüs zur Auswahl.

The Church (link) ist tatsächlich eine ehemalige Kirche, die zu einer Bar und einem Restaurant umgebaut wurde. Im Erdgeschoss befindet sich die grosse Bar, auf der Galerie das Restaurant und am Wochenende gibt es zusätzlich im Untergeschoss einen Nachtclub. Rund um die Kirche findet Ihr ausserdem eine grosse Terasse. Das Ambiente ist einmalig und beeindruckend, etwas besonderes.

L Mulligan Grocer (link) bietet gutes Essen und eine schöne Auswahl and Bier (Craft Beer), Whiskey und Gin in freundlicher Athmosphäre. Das Pub / Restaurant ist nicht Vegetarisch, aber Ihr werdet immer einige Vegetarische Gerichte finden. Spezialität des Lokals sind die jeweils passenden Biere zu den Hauptmahlzeiten, sowie Whiskeys zu den Desserts, die vorgeschlagen werden.

Blazing Salads (link) ist ein Takeaway mit Vegetarischem Essen in Asiatischem und Orientalischen Stil. Die Angebote wechseln täglich, sind fein und frisch und die Bedienung ist freundlich.

Nun hoffe ich, Ihr seid kulinarisch so richtig gut ausgestattet und müsst weder Hunger noch Durst leiden während Eurer Zeit in Dublin...

Noch ein letzter Tipp, falls Ihr gerne einen der Irischen Whiskeys mit nach Hause nehmen wollt und Euch während des Aufenthaltes nicht entscheiden konntet, oder sogar nur mit Handgepäck reist (und deshalb keine Flüssigkeiten durch die Sicherheitskontrolle nehmen könnt):
Im Dutyfree Shop "The Loop" des Flughafens (link) findet Ihr eine hervorragende Auswahl an Whiskeys. Auf Wunsch werdet Ihr freundlich beraten und meistens findet auch eine kleine Whiskey-Degustation statt. Es gibt auch einige (allerdings nicht ganz günstige) Sets mit kleinen (50ml) Fläschchen, so könnt Ihr auch zu Hause noch verschiedene Whiskeys testen oder verschenken.
Auf der Homepage von "The Loop" (hier) könnt Ihr im Voraus die Whiskeys anschauen, so dass Ihr schon eine Ahnung habt, was Euch interessiert...

Habt ihr nun genug vom Nachtleben gesehen? Dann empfehle ich Euch hier noch zwei Tagesausflüge entlang der Küste: Dalkey im Süden Dublins (link) und Howth im Norden Dublins (link), beide spektakulär am Meer gelegen.

Liebe Grüsse, cheers and enjoy! Miuh



Sonntag, 11. September 2016

Playa de Güigüi - Wie aus Leichtsinn ein Abenteuer wurde...

Vor einigen Jahren verbrachten wir eine Woche auf Gran Canaria - Eine Ferien-Insel mit Strand,  Sand-Dünen und Party... Ausschliesslich herumliegen und uns sonnen mochten wir dann doch nicht die ganze Woche, so mieteten wir ein kleines Auto, fuhren um die Insel und in die Berge und planten eine Wanderung. Die Playa de Güigüi im Westen war unser Ziel: ein einsamer Strand, der hinter einem Bergrücken lag. Die Wanderung sollte gemäss Reiseführer hin und zurück etwa 5-6 Stunden dauern.
Da wir etwas lange geschlafen hatten, stellten wir das Auto dann doch erst um ca. 13 Uhr beim Einstieg in Tasartico (hier findet Ihr den Ort auf Google Maps) ab und waren überzeugt, dass wir ja jung sind und die Wanderung auch in 2-3 Stunden schaffen würden! Auf dem Höchsten Punkt angekommen (Fotos oben) begegneten uns erste Rückkehrer und warnten uns, dass es noch sehr weit und anstrengend werden würde...

Wir liessen uns natürlich nicht beirren! Als wir nach einem sehr anstrengenden und teilweise steilen Abstieg über schmale Pfade schliesslich beim wunderschön einsamen Strand ankamen, realisierten wir, dass die Sonne schon bald untergehen wird und dass die Rückkehr im Dunkeln durch die Berge viel zu gefährlich werden würde. Ups!
Einsam und wildromantisch war der Strand tatsächlich! In der untergehenden Sonne erkannten wir sogar ganz knapp die Umrisse des Teide, des Vulkan-Berges auf der Nachbarinsel Teneriffa.
Wir wussten, dass die Playa de Güigüi (im Gegensatz zum Nachbarstrand "Güigüi Chico") bei Flut nicht überschwemmt wird. So war der Entschluss schnell gefasst: wir werden wohl hier übernachten!
Wir hatten ein Sandwich, zwei Äpfel, gerade noch eine halbe Flasche zu trinken, unsere kurzen Hosen und T-Shirts, sowie je ein Badetuch dabei - und ein Feuerzeug. Weit würde das alles nicht reichen, aber verhungern mussten wir noch nicht.
Sobald die Sonne tiefer stand, wurde es kalt! Es war Ende Oktober und die Hitze des Tages reichte nicht mehr weit. Wir zogen die Badetücher als "lange Röcke" an, was wenigstens ein bisschen wärmte. Eine etwas mystische, gruselige Stimmung entstand durch ein sehr süsses, anhängliches, schwarzes Kätzchen, das plötzlich wie aus dem Nichts auftauchte. Woher kommt in dieser Einsamkeit eine so gepflegte, kleine Katze? Wir lieben Katzen sehr, aber nun war auch mir die Situation etwas unheimlich!
Holz gab es keines zu sammeln, nur etwas trockenes Schilf konnten wir finden und aufschichten. Das kleine Feuer brannte natürlich nicht lange und wärmte auch nur wenig. So gab es bald nach Sonnenuntergang nichts anderes, als irgendwie schlafen zu gehen: Etwas windgeschütz in einem Steinkreis lag ein Stück Karton (es schien ganz, als wären wir nicht die ersten "Übernachtungsgäste"?). Auf den Karton legten wir ein Badetuch, darauf lag mein Mann, darüber ich, zugedeckt mit dem zweiten Badetuch und irgendwo zwischen uns kuschelte sich das kleine, schwarze Kätzchen ein. Es blieb unsere einzige, kleine Wärmequelle in dieser kalten Nacht und war deshalb unterdessen hochwillkommen...
Auch am nächsten Morgen war es noch immer brr-kalt, die wärmende Sonne hinter den Bergen war noch weit entfernt. Wir zogen wieder unsere "Badetuch-Röcke" an und machten uns an den steilen Aufstieg über die Fels-Treppen, durch den "Schilfwald" und immer weiter den Berg hoch. Überrascht standen wir nach einiger Zeit vor dem Einsiedler-Hüttchen einer freundlichen Frau, die uns Milch anbot. Die Hütte hatten wir auf dem Hinweg nicht gesehen, aber nun hatten wir auch eine (gar nicht mehr gruselige) Ahnung, woher das Kätzchen kam...
Sobald wir die Passhöhe erreicht hatten, brannte die Sonne wieder auf uns nieder. Wir teilten die letzten Schlucke aus unserer Flasche und stiegen ziemlich erschöpft auf der anderen Seite den Berg hinunter.
Wie froh waren wir, als die ganze Tour geschafft war! Bei der ersten Gelegenheit kippten wir völlig unvernünftig eiskalte Getränke in uns hinein und sofort war uns klar, dass wir (nun, als alles überstanden war...) ein wundervolles, kleines Abenteuer zusammen erlebt hatten!
Für mich persönlich entsteht ein Abenteuer durch eine überwundene gefährliche oder sonst sehr unbequeme Situation, bei der man teilweise nicht weiss, wie man wieder rauskommt. Offenheit, Bereitschaft etwas zu wagen, von den üblichen Pfaden abzuweichen und etwas durchzustehen hilft sicher! Und nach unserer damaligen Erfahrung kann ich auch sagen: ein bisschen Unbedarftheit oder Selbstüberschätzung hilft wohl manchmal auch ;-) ist aber normalerweise auf keinen Fall zu empfehlen!

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. ein schönes Video einer Wanderung zur Playa de Güigüi auf Gran Canaria findet Ihr HIER (link) - und auch wenn dieses Video viele Jahre nach unserem Abenteuer entstanden ist, könnte ich wetten, dass ich die freundliche Einsiedlerin und ihren Pulli wiedererkannt habe...

Sonntag, 4. September 2016

Der Himmel über himmlischen Inseln

Von Inseln bin ich ein grosser Fan: jede ist etwas anders und speziell, normalerweise herrscht auf Inseln ein ganz anderes Klima als auf dem nahen Festland und sie geben mir ein Gefühl von Abenteuer.

Wähend einem Flug von Australien nach Singapur hatten wir über dem Meer (Timorsee, Sawusee, Floressee und Javasee) über weite Strecken gute Sicht: plötzlich tauchten da unten vielfältige Inseln auf: grosse, kleine, grüne oder karge Inseln, türkisfarbene Atolle, runde oder längliche Eilande... Viele sahen von hier weit oben aus, als wären sie direkt einem traumhaften Ferienprospekt entsprungen.

Nun habe ich mir die Mühe gemacht, über Google Maps (link) herauszufinden, welche Inseln ich da aus himmlischer Perspektive überhaupt fotografiert hatte? - Ein spannendes, virtuelles Reise-Erlebnis bot sich mir:

Hier taucht die Küstenlinie von Timor unter uns auf. Auch wenn es von so weit oben gar nicht so aussieht, leben auf der ganzen Insel ca. 3 Millionen Menschen. Sie hat eine sehr bewegte Vergangenheit und ist politisch geteilt in Osttimor (ein eigener Staat) und den Westen (gehört zu Indonesien). Mehr zu Timor findet Ihr auf Wikipedia (link) und die Google Maps - Details  findet Ihr hier (link)

Nun über Timor flogen wir in riesige Wolkentürme. Ist Euch auch schon einmal aufgefallen, dass man oft über dem Meer kaum Wolken sieht, aber über den Inseln, die überflogen werden, hängen plötzlich Wolken? Hier (link) habe ich eine mögliche Erklärung dazu gefunden. Zwei der Phänomene, die dazu führen, heissen: Küstenkonvergenz und Küstendivergenz.

Nach Timor überflogen wir einen Gürtel der kleinen Sundainseln - lokal: Nusa Tenggara Timur (wikipedia-link), eine Indonesische Provinz, die aus über 550 Inseln besteht. Weiter westlich unserer Flugrounte gehört auch die Insel Komodo (wikipedia-link) mit den berühmten Komodo-Waranen zur Inselgruppe. Auf dem Foto zu sehen sind aber hier: Im Vordergrund die recht kahl wirkede Pulau Rusa, dahinter der östlichste Teil von Pulau Lembata und rechts davon Pulau Marisa. (Hier der Google Maps - Link dazu.)

Ein Stück weiter tauchte ein wunderschönes Riff vor meinem Flugzeugfenster auf. Die sehr spezielle Form hat es mir leicht gemacht, die Insel auf Google Maps (hier der Link) wieder zu finden: Die zum Riff gehörende Hauptinsel Pulau Karompa-Loma wäre auf der rechten Seite und wird von den Wolken verdeckt. Die Insel ist ein Geheimtipp für eine praktisch unberührte Unterwasserwelt mit vielen Korallen und einer sehr guten Unterwasersichtweite von über 40 Metern. Tatsächlich gibt es einen Anbieter (hier der Link) von recht individuellen Schiffsreisen (maximal 10 Personen), der Komodo, Pulau Karompa-Lompa sowie weitere Traum-Inseln zum Tauchen anfährt.

Noch ein Stück in Richtung Norden war dann eine ganze Gruppe von Atollen zu sehen! Auch diese sind sehr charakteristisch und leicht auf Google Maps zu finden. (hier der Link). Taman Nasional taka bonerate (link) ist ein Maritimer Indonesischer Nationalpark. Von der (auch schon sehr abgelegenen) Hauptinsel Palau Selayar braucht man ca. 4-5 Stunden, um mit einem Boot hierhin zu kommen. Die Inseln sind ein kleines Paradies mit unzähligen Korallen, Fischen und anderen Meeresbewohnern. Leider hat die Region (auch die Insel Selayar) teilweise ein Problem: Je nach Strömungen wird Abfall, der wohl andernorts ins Meer geworfen wird, angeschwemmt. Die Welt ist nun mal ein zusammenhängendes Ökosystem und was kurzsichtigerweise im Meer "entsorgt" wird, taucht früher oder später irgendwo wieder auf, und es muss sich doch wieder jemand darum kümmern.

Bei dieser kleinen Inselgruppe (hier zu finden) mitten im Meer irgendwo zwischen der Strasse von Makassar, Javasee und Floressee bin ich nicht ganz sicher, welche Insel wie heisst... Pulau Masalima, Pulau Saliring und Pulau Pammantauan (zu Indonesien gehörend) sind vermutlich die Namen der grössten drei Inseln.

Dieser Beitrag ist ein Teil meiner Serie "Der Himmel über..." (link hier), wo Ihr noch viel mehr Sichten vom - onder in den Himmel findet.

Damit verabschiede ich mich für heute von Euch... Wenn Ihr noch nicht genug Himmel habt, findet Ihr bei der Raumfee (in Heaven) weitere spannende Himmels-Ansichten. Liebe Grüsse, Miuh