Donnerstag, 28. Dezember 2017

Geheimtippreisen - Rückblick 2017 und Wunschziele 2018

Heute lade ich euch zu einem Rückblick auf mein persönliches Reisejahr 2017 ein: Anfangs (hier der Link zum Reise-Ausblick 2017 für meine Geheimtipreisen) hatte es noch nicht so sehr nach vielen Reiseplänen ausgesehen... da gab es zwar schon verschiedene Ideen und einzelne Buchungen, aber eben doch noch wenig Konkretes. Über die Montate erlebte ich dann immer mehr schöne Reisen und auch neue, zum Teil spontane, Pläne für das zweite Halbjahr kamen hinzu...
Ganz kurz und alphabetisch zusammengefasst, führte mich das 2017 an folgende Orte:
Baden (Schweiz) - Badenfahrt, Hamburg, Kempten (Allgäu), Elsass, Emmental (2x), London, Luxembourg, Malta, Oman (2x), Serfaus, Zermatt, Zoo Zürich
Auch die Arten meiner Reisen waren ganz unterschiedlich:
Roadtrip-Abenteuer, Geschäftsreise, Skiweekend, Gruppenreise organisiert für Freunde, ganz nah, Wellnessferien, alle Jahre wieder, Überraschungs-Trip, neue Ziele, alleine, grosses Stadtfest, Familienzeit... ich mag diese Abwechslung!


Geheimtippreisen-Rückblick 2017


Januar

Zermatt (3 Tage)
Wiederum konnte ich im Januar ein spannendes Skiweekend in Zermatt verbringen. Am schönsten war dabei die Fahrt mit der Gornergratbahn über den Riffelberg bis zum Gornergrat mit dem überwältigenden Bergpanorama rundherum. Immer präsent und sehr fotogen ist dabei das Matterhorn, welches auch Touristen aus aller Welt hierher lockt. Meine 10 Tipps für den Ausflug zum Gornergrat, sowie weitere schöne Ideen, Übernachtungsmöglichkeiten und kleine Abenteuer findet ihr hier: Von Zermatt hoch zum Gornergrat auf 3089 müM & 10 Tipps dazu (link)


Februar

Serfaus (5 Tage)
Eine schöne Tradition sind für mich Schnee- und Wellnessferien in Serfaus. Obwohl es zahlreiche Möglichkeiten gäbe, blieben alle meine Sportlichen Ambitionen wie immer nur gute Vorsätze... Kleine Wanderungen und das Geniessen des schönen Wetters, der frischen Luft, des feinen Essens sowie der Wellnessangebote gehören für mich aber genauso zur Gesundheit. Drei Beiträge zu Serfaus findet ihr hier: Kurzwanderung zum Leithe Wirt ( link), Panorama Genussweg (link) und Mit dem umgebauten Pistenfahrzeug in die Berge (link)


März

Oman (17 Tage)
Im März ging es an die Wärme - und wie! Der Oman im Osten der Arabischen Halbinsel als Reiseziel war für uns absolut neu und unbekannt. Überlegten wir anfangs noch, mit einem Fahrer unterwegs zu sein, wurden wir nach einigen Recherchen mutiger.
Schliesslich mieteten wir uns ein 4x4 - Fahrzeug, buchten verschiedene Hotels vor und fuhren selbst von der bekannten Hauptstadt Muscat her über Jabal Akhdar und Nizwa durch die Berge und dann 1000 Kilometer in Richtung Süden, durch die Wüste - mit einem Halt in Haima - bis Salalah. Von dort aus ging es einige Tage später entlang der Küste und wiederum durch wilde Berge in Richtung Norden. Da die Omanische Küste im Süden weitgehend touristisch unerschlossen ist, wählten wir unsere Zwischenstopps nach den wenigen verfügbaren Unterkünften. In Duqm, wo gerade ein riesiger Hafen am entstehen ist, fanden wir ein Hotel, in welchem normalerweise die internationalen Ingenieure übernachten. Noch etwas weiter nördlich setzten wir mit einer Fähre auf Masirah Island über. Da dieses sonst noch absolut unbekannte Naturparadies von einigen wenigen Kite-Surfern gerne bereist wird, fanden wir auch dort ein Hotel. Wieder auf dem Festland angekommen und weiter in nördlicher Richtung unterwegs, gab es wieder mehr Möglichkeiten und wir übernachteten in einem der bekannten Wüsten-Camps, bevor wir nach Muscat zurückkehrten.
Die extrem vielfältige Natur, welche wir während unserer Reise erlebten, lässt mich noch immer staunen. Diese weiten Strecken, all das Ursprüngliche und Unentdeckte sind umwerfend und schwer fassbar. Zum Oman werden also noch viele Beiträge und Fotos folgen. In der Zwischenzeit könnt ihr hier einen kleinen Einblick erhalten: Zurück aus dem Oman - ein Orientalisches Märchen! (link) und hier noch etwas Praktisches: Welches ist die richtige Kleidung im Oman - wie ziehe ich mich an? (link)



April

April-Wetter und Geburtstag zu Hause
Für den April hatte ich im 2017 tatsächlich als einzigen Monat keine Reise oder Unternehmung geplant... Dafür feierte ich mit einem schönen Fest Geburtstag. Ausserdem gab es im April auch zu Hause viel Natur zu erleben und der Monat machte seinem Ruf alle Ehre - Mit Schnee bis am 28. und richtigem April-Wetter durch den ganzen Monat hindurch:


Mai

Luxembourg (4 Tage)
Nach Luxembourg hat mich im Mai eine Geschäftsreise geführt. Dank einem späteren (und günstigeren) Rückflug blieb etwas Zeit, um die Stadt zu Fuss zu entdecken. Am meisten angetan haben es mir das alte Quartier "Grund" sowie all die grünen Täler um die Altstadt, welche über kleine Wege entdeckt werden können.

Malta (5 Tage)
Wie oft ich schon in Malta war, habe ich noch nie gezählt... auf jeden Fall kommt da so Einiges zusammen seit den ersten 10 Wochen Sprachschule vor bald 20 Jahren. Die Maltesischen Inseln kenne ich mittlerweile sehr gut und so haben wir auch dieses Jahr wieder einige Freunde mitgenommen und ein spannendes, aber auch schön erholsames Programm zusammengestellt. Immer wieder ist es für mich erstaunlich, dass ich nach all den Jahren jedes Mal wieder etwas Neues auf Malta entdecken kann. Wenn ihr die Nachrichten etwas verfolgt, habt ihr bestimmt mitbekommen, dass auch hier nicht immer nur eitel Sonnenschein herrscht: Malta nach der Ermordung von Daphne Caruana Galizia - was wird nun? (link) ist meine persönliche Reaktion auf die Vorgänge in meiner "zweiten Heimat". Auf dem Blog findet ihr aber auch leichtere Themen wie: Isle of MTV Malta - Erlebnisse Tipps und Infos (link) zu den alljährlichen kostenlosen Konzerten für 50'000 Menschen mit Stars aus aller Welt oder: (Essbare) Pflanzen auf den Maltesischen Inseln (link). Jede Menge weitere Reiseberichte, Fotos, Tipps und Tricks zu Malta wären noch in der Pipeline und erscheinen auf dem Blog, sobald ich die Zeit dafür finde.


Juni

Emmental (7 Tage)
Das Emmental ist noch so eine Herzens-Heimat von mir. Natürlich haben wir auch hier wieder einige Tage verbracht, die mich wie immer sehr geerdet haben. Zusätzlich gab es dieses Jahr einige Sorgen und Tierarztbesuche und wir kehrten zu dritt aus den Ferien zurück... Hier: Persönliches und Technisches (link) könnt ihr ein wenig über das kleine, schwarze Katerchen lesen, das seither unser Leben und unsere Wohnung auf den Kopf stellt.
Im Emmental stelle ich mich meist mehrmals am Tag an eine Stelle, von wo aus die Aussicht traumhaft ist und geniesse, wie Himmel und Hügel sich immer wieder wandeln: Der Himmel über dem Emmental (link) - immer der gleiche Ausschnitt und doch jedesmal anders.


Juli

London (2 Tage)
Im Juli stand wieder einmal ein Gschäftlicher Termin an - dieses Mal in London. Leider war ich so eingespannt, dass ich von der Stadt überhaupt nichts gesehen habe - ausser die Sicht aus dem Flugzeug, als wir am Stadtzentrum vorbei flogen: Der Himmel über London (Link) Leider zeigt die Qualität der Fotos nicht ganz, wie beeindruckend die Sicht war... Eine ruhige Ecke in London - obwohl mitten in der City - kann ich euch dennoch empfehlen: St Dunstan-in-the-East - "lost Place", aber nicht verloren! (link) eine halb zerfallene Kirche, die nun romantisch überwachsen ist und als kleiner Geheimtipp gilt.


August

Elsass (2 Tage)
Im August wurde ich selbst mit einer Überraschungsreise beschenkt, die ins Elsass führte. Schon lange wollte ich einmal hierhin und wurde trotz vieler Erwartungen positiv überrascht. Entlang der Weinstrasse gibt es verschiedene Dörfer zu besuchen, von denen einige für sich in Anspruch nehmen, zu den schönsten in ganz Frankreich zu gehören - und man nimmt es ihnen ab, mit den bunten Riegelhäusern und dem vielen Blumenschmuck! In den Kellereien entlang des Weges dürft ihr Elsässischen Crémant und andere Weine probieren und bei Gefallen gleich kaufen. Nur auf den Speisekarten der Restaurants musste ich manchmal nach etwas Vegetarischem suchen: Leider scheinen viele Restaurants der Region (und deren Gäste) mit Frosch-Schenkeln und Stopfleber noch in einem anderen Jahrhundert zu stecken...
In Colmar hat mir besonders "klein Venedig" gefallen und damit auch die Bootsfahrt auf den verwunschenen Kanälen, welche durch die Häuser und Gassen führen.

Baden, Badenfahrt (5 Tage)
Im August fand aber auch die Badenfahrt statt, ein 10-tägiges Stadtfest, welches es so nur alle 10 Jahre gibt.  Entsprechend engagiert bauen und organisieren Vereine aus der Region für ihre Beizen - alles in Fronarbeit. Die Badenfahrt ist für mich das schönste Volksfest der Schweiz und hat mit den Festplätzen zwischen Fluss (Limmat) und Hügel (Ruine Stein) und all den Lichtern einen ganz besonderen Zauber. Schon vorher (und deshalb noch mit den Fotos vom letzten Mal) habe ich eine Empfehlung dafür geschrieben, die als "Liebesbrief" für Baden und seine Bewohner auch jetzt noch Gültigkeit hat: Badenfahrt 2017 - Das schönste Stadtfest der Schweiz! (link) 


September

Oman (4 Tage)
Die grosse Oman-Reise im März hat mir extrem gut gefallen und es zog mich seither zurück in dieses Land. Nur für ein verlängertes Wochenende so weit zu fliegen, ist etwas verrückt, aber es hat sich definitiv gelohnt. Um die Zeit gut auszunutzen, haben wir etwas vorausgeplant:
Nach einem puren Erholungstag am Strand war der zweite Tag für einen Schnorchelausflug reserviert. Wir hofften, nicht nur viele kleine, bunte Fische zu sehen, sondern auch Whale Sharks. Obwohl diese sich nicht blicken liessen, haben wir einen wunderbaren Tag verbracht: Schnorcheln um die Daymaniyat Islands soll ein Geheimtipp bleiben! (link)
Für den dritten Tag planten wir eine 4x4-Fahrt durch die Berge im Hinterland von Muscat mit Strecken durch das Wadi Sahtan sowie Teile des Wadi Bani Awf und zurück. Ein anspruchsvolles Vorhaben, denn die Nebenstrassen - genauer gesagt, Schotterpisten - durch die Berge sind häufig sehr abenteuerlich, an den steilen Berghängen liegen riesige, lose Felsen und jede Menge Steine. Die Pisten führen oft genug entlang von hunderte Meter tiefen, ungesicherten Schluchten und manchmal waren Teile davon abgerutscht. Trotz Google Maps, einer weiteren Navi-App und zwei Landkarten wussten wir nicht immer zu 100%, wie die Orte hiessen, wo wir gerade waren. Im Oman sind die gleichen Orte manchmal je nach Aussprache anders angeschrieben, gleichzeitig gibt es Orte, die ähnlich heissen, aber ganz woanders sind oder Ortsnamen fehlen ganz. Ein spannendes Abenteuer mit unfassbar schönen Landschaften.


Oktober

Hamburg (3 Tage)
In Hamburg war ich vorher noch nie und habe mich deshalb besonders gefreut, dass sich die Chance im Oktober ergab. Schnell gelangte ich zum Hafen mit den Landungsbrücken, genoss das Licht dort, die Bewegungen im Hafen, die frische Luft und die ganze Athmosphäre... Hamburg hatte mich! Alles liegt relativ nahe zusammen - richtig praktisch zum entdecken! Meine Berichte über Hamburg findet ihr hier: Der Himmel über Hamburgs Hafen und Landungsbrücken (link), Hamburg - Hafen, Landungsbrücken, Fischmarkt und Umgebung ... 10 Tipps + (link) und Hamburg: Reeperbahn und St. Pauli für Frauen - 10 Tipps und Infos (link) 


November

Zoo Zürich (1 Tag)
Im November hatte ich die Möglichkeit, an einer Führung des Zoo Zürich zum Thema Evolution teilzunehmen. Das war nicht nur interessant, sondern ergab auch eine lustige Begegnung mit dem Schlammspringer, einem Fisch, der amphibisch an Land lebt. Die Tiere hatte ich schon im März auf algenbewachsenen Steinen an einem Strand im Oman gesehen. Sie sind echte Sympathieträger und unterhaltsam dazu! Mehr findet ihr unter: Evolution und Exotarium im Zoo Zürich (link)


Dezember

Kempten (3 Tage)
Mein erster Weihnachtsmarkt für dieses Jahr: Kempten im Allgäu beheimatet einen kleinen, charmanten Weihnachtsmarkt, mit einer Menge Lichtern dekoriert. Im Städtchen lässt sich aber auch sonst gut einkaufen - und essen! Wie sehr auch der Weg schon das Ziel sein kann, wurde mir unterwegs in der Linthebene bewusst: Abendlicht, der aufgehende Mond und die umliegenden Berge zeigten ein grandiosens Schauspiel: Der Himmel über der Linthebene (Ostschweiz) (Link)

Essen (3 Tage)
Und meine zweite Weihnachtsmarkt-Reise für dieses Jahr: Essen im Ruhrpott bietet nicht nur einen Weihnachtsmarkt mit vielen traditionellen Angeboten und eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants: "Leo's Casa", sondern Ende November und Anfang Dezember auch die Essen Motorshow mit Allem zu den Theman Auto, Tuning und Motorsport. Eine spezielle Mischung, aber alles hat gut in ein langes Wochenende gepasst!

Emmental (2 Tage)
Um die Weihnachtszeit war ich wiederum im Emmental... das ist für mich genau der Richtige Ort für eine besinnliche Zeit, für Familie und Ruhe. Nein, still waren wir nicht, es ist eher eine innere Ruhe, welche die Landschaft hier ausstrahlt und weitergibt. Ein weiteres Plus: Auf den Hügeln des Emmentals seid ihr oft über der Nebelgrenze. Wenn im Mittelland alles nur düster und grau ist (seht ihr den hellen Streifen im Hintergrund?) dann könnt ihr hier oft strahlenden Sonnenschein geniessen.


Das war es, mein 2017 aus Reise-Sicht: 


Insgesamt war ich 66 Tage unterwegs (Geschäftsreisen, reine Reisetage und Kurzausflüge mit eingeschlossen). Einfache oder verlängerte Wochenenden, teilweise in Kombination mit Brückentagen ergaben schnell einmal mehrere Kurztrips von 2-5 Tagen.
Dennoch: Total über zwei Monate unterwegs und am Reisen überrascht mich selbst und finde ich neben einem Vollzeitjob relativ viel... Da ich auch sehr gerne zu Hause bin, dürfte es ruhig etwas weniger Reisezeit sein - wenn nur all die verlockenden Ziele und Ideen nicht wären ;-)
Vielleicht habt ihr es schon bemerkt: manchmal hat mir dann auch etwas die Zeit gefehlt, all die Erlebnisse und Reisen auch aufzuschreiben. Vergessen sind sie nicht und ich plane, alles noch zu zeigen. Allgemein ist es mir wichtiger, umfangreiche und hilfreiche Beiträge mit (nochmals nachgeprüften) Tipps und Empfehlungen zu schreiben, als alles möglichst sofort irgendwie zu verbloggen.


Australien-Rückblick:


Verteilt übers 2017 habe ich dafür praktisch die ganze Traum-Australienreise (link) aufgearbeitet und in 26 Beiträgen beschrieben: Von Perth über Yallingup, Margaret River, den äussersten Süd-Westen Australiens, Cape le Grand Nationalpark, Esperance, Scaddan, Norseman, Kalgoorlie-Boulder, Coolgardie, wieder Perth und drei Flüge weiter nach Heron Island, dann Gladstone, Hervey Bay, Regenwälder um Brisbane und Brisbane als Stadt selbst, Moreton Island mit seinen berühmten Wracks, Gold Coast, Surfers Paradise, Byron Bay, Port Macquarie, die Einfahrt nach Sydney über die Harbour Bridge, Bondi Beach, dann der Flug nach Lord Howe Island und Informationen zur Insel selbst, sowie zu allen Unterkünften. Schaut doch einmal vorbei, wenn euch Australien interessiert!
Die letzte Etappe wird wieder nach Sydney führen und ich spiele mit dem Gedanken, dort mit einer früheren Australienreise, die in Sydney startete, wieder anzuknüpfen und zusammen mit euch parallel zu den aktuellen Reisen weiter durch Australien zu ziehen...


Ausblick, Reisepläne und Wunschziele 2018


Fest geplant oder gebucht ist bisher noch nichts für das nächste Jahr, Ideen und Reisewünsche habe ich jedoch schon wieder viele im Kopf und auch erste Abklärungen und Terminanfragen sind am laufen. Folgende Reise-Ziele 2018 sind momentan im Gespräch:

- Arosa: voraussichtlich ein Kurz-Besuch im Winter

- Klosters: ebenfalls für einen Kurz-Besuch

- Berlin: Nachdem  mir die Stadt beim letzten Besuch so gut gefallen hat, würde ich sie gerne wieder besuchen und mir allenfalls auch für das Umland Zeit nehmen.

- Malta: momentan nach dem Autobomben-Anschlag, der mich sehr schockiert hat, nicht fest eingeplant, aber dennoch im Gespräch...

- Mallorca: unglaublich aber wahr: da war ich noch nie und die Insel soll sehr schön sein!

- Schweden: Ein Traum von mir: Schweden zum Midsommer erleben, wenn es nie richtig dunkel wird... Allgemein ist der Norden auf meiner Reisekarte noch untervertreten.

- Emmental: Auf jeden Fall werde ich wieder Zeit im schönen Emmental verbringen... wahrscheinlich sogar noch mehr als bisher.

- Madrid: Einige Tage in der Spanischen Hauptstadt... da war ich noch nie und überhaupt kam Spanien in letzter Zeit etwas selten vor in meinen Reiseplänen

- Oman: Zu gerne würde ich so bald wie möglich wieder hin! Ich zitiere - ausnahmsweise - mich selbst aus meinem letztjährigen Reiseausblick: "Wie ihr seht, bin ich bei vielen Reisezielen eine Wiederholungstäterin ... - ... Zusätzlich mag ich jedes Jahr neue, mir noch unbekannte Reiseziele entdecken - was die "Gefahr" birgt, dass daraus neue Lieblings-Orte entstehen..." - Genau das ist hier passiert.

- Grand Tour of Switzerland: Für Schweiz-Touristen wurde eine 1600 Kilometer lange, flexibel fahrbare Tour durch die Schweiz mit 22 Seen, 5 Alpenpässen, 12 Unesco Welterbestätten und unzähligen Sehenswürdigkeiten zusammengestellt und attraktiv ausgeschildert. Das Buch dazu habe ich bereits gekauft und im nächsten Jahr würde ich gerne ein wenig mehr Reisende im eigenen Land werden.

- Weitere Ideen: "Vielleicht einmal" - Ziele, die es noch nicht zuoberst auf die Prioritätenliste geschafft haben, aber dennoch schnell Realität werden könnten: - Polarlichter sehen - Fuerteventura - Norddeutschland - Island - Lanzarote - Safari in Afrika - Wien - Hamburg bei Nacht - Lac de Gruyere - La Gomera - Liparische Inseln - Australien (immer wieder!)


Habt ihr Tipps oder Beiträge zu meinen geplanten Reisezielen 2018? Dann freue ich mich, wenn ihr sie in den Kommentaren verlinkt!
Oder habt ihr eine Rückmeldung, eine Frage oder eine Meinung zu meinem Rückblick 2017? Auch dann freue ich mich sehr über eure Kommentare!
Einen persönlichen Weihnachtsgruss von mir aus der Schweiz findet ihr HIER.

Wenn euch mein Blog mit den Tipps, Reiseberichten und zukünftigen Zielen gefällt, freue ich mich natürlich besonders, wenn ihr ihn abonniert, teilt und weiterempfehlt. Danke! ♥

Liebe Reisegrüsse, Miuh

P.S.
Meine Reisepläne fürs 2018 zeige ich gerne auch bei Julie-en-voyage - sie sammelt bis  am 15.1.2018 Reise-Inspirationen für das eben angelaufene Jahr. Ich bin schon gespannt!
Gerne zeige ich meinen Reise-Rückblick 2017 auch bei Lexas Leben ... Lexa hat auch einen spannenden (nicht nur Reise-) Rückblick geschrieben. Schaut vorbei und vielleicht mögt ihr sogar selbst einen Rückblick schreiben?
Ebenfalls gerne zeige ich den Jahresrückblick in Reise-Form beim "Fachwerkhaus im Grünen", wo sonst Garten-Themen vorherrschen, aber heute ganz allgemein die schönsten oder liebsten Beiträge gesucht werden. 
Wie ihr seht, ist auf vielen meiner Jahresrückblick-Fotos auch der Himmel im Zentrum, deshalb zeige ich sie gerne auch bei der Raumfee "In Heaven"
Mein Blick zurück bedeutet auch Glück und Dankbarkeit für so viele schöne (Reise-) Erfahrungen, die ich deshalb gerne auch beim Sonntagsglück von Soulsistermeetsfriends zeige.
Zwischen den Jahren... Ein Blick zurück und ein Blick voraus, dazu zeige ich meinen Rückblick 2017 und Ausblick 2018 gerne bei Bunt ist die Welt
Alles zum Thema "Neues Jahr" sucht momentan Nicole von Niwibo und auch da beteilige ich mich gerne.

Freitag, 22. Dezember 2017

Meine schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2017

Welches sind meine schönsten Fotos des zweiten Halbjahres 2017, welches ist für mich das aktuell allerschönste Foto und was sind die dazu gehörenden, kleinen Geschichten? Hier gibt Michael von "Erkunde die Welt" mit seiner FopaNet Fotoparade schon einmal die Möglichkeit, mit den liebsten Fotos auf die vergangenen sechs Monate zurückzublicken. Unbedingt empfehle ich euch auch meinen ganzjährigen Geheimtippreisen - Rückblick 2017 und Wunschziele 2018 (hier).


Die Kategorien:

Landschaft / Licht / Schwarz-Weiss / Tiere / Natur - die "Klassiker"
Nahaufnahme / Stadtbild / Farbkontrast / Essen / Aussicht - die "Kniffligen"
Schönstes Foto - die "Königsdisziplin"
https://www.erkunde-die-welt.de/2017/12/05/schoene-fotos-fotoparade-2-2017/

Daraus galt es, mindestens sechs Foto-Favoriten zu finden und hier zu zeigen... 6 + 1 sind es bei mir geworden. Zu jedem Bild erzähle ich euch eine kleine, persönliche Geschichte, denn mit den Fotos ist es für mich ein wenig wie mit den Menschen: Es zählen eben nicht nur die Äusserlichkeiten, sondern auch die Stimmung, der Charakter und die Erlebnisse dahinter.


Landschaft

Seit wir im März (hier) zum ersten Mal durch den Oman reisten und überwältigt waren von den Landschaften, den wilden Bergen und der Schönheit des Landes, zog es mich zurück. Tatsächlich gab es im September 2017 noch ein freies, verlängertes Wochenende in unserer Agenda - und als ich dann noch las, dass zu der Zeit auch Whale Sharks vor der Omanischen Küste unterwegs sein können, war die Entscheidung für eine etwas verrückte Kurzreise gefällt.
Als Kontrastprogramm zu unserem Schnorchel-Trip (link) planten wir eine 4x4-Fahrt durch die Berge im Hinterland von Muscat mit Strecken durch das Wadi Sahtan sowie Teile des Wadi Bani Awf und zurück. Ein anspruchsvolles Vorhaben, denn die Nebenstrassen - genauer gesagt, Schotterpisten - durch die Berge sind häufig sehr abenteuerlich, an den steilen Berghängen liegen riesige, lose Felsen und jede Menge Steine. Die Pisten führen oft genug entlang von hunderte Meter tiefen, ungesicherten Schluchten und manchmal waren Teile davon abgerutscht.
Es war eine der schrecklichsten Fahrten meines Lebens - und gleichzeitig eine der schönsten. Teilweise weiteten sich die Täler (wie im obigen Foto), es gab mehr Vegetation und wir passierten einzelne Häuser oder kleine Dörfer.  All die verschiedenen Landschaften waren unfassbar ursprünglich und schön - und obwohl ich beim Blick aus dem Seitenfenster manchmal in Panik aufgeschrien habe, würde ich sofort wieder gehen.


Schwarz-Weiss
Alleine in einer fremden Stadt - das konnte ich mir früher gar nicht vorstellen und auch heute noch bin ich viel lieber mit meinem Reisebegleiter unterwegs. Das alleine Reisen hat aber auch Vorteile: Meine Route kann ich ganz nach eigenen Interessen und erhofften Foto-Sujets ausrichten und mir beim Fotografieren so viel Zeit lassen, wie ich möchte.
In Hamburg war es im Oktober 2017 genau so: wie schon lange nicht mehr habe ich Verschiedenes ausprobiert, Perspektiven, Lichtstimmungen, Standorte geändert und nebenbei innert kürzester Zeit so viel von der Stadt entdeckt, wie ich vorher nicht zu hoffen wagte.
Mein liebster Ort wurde sofort die Gegend am Hafen mit den Landungsbrücken (link). Dort liegt auch die Rickmer Rickmers, ein Museumsschiff, vor Anker. Die ganze ursprüngliche Takelage hat mich sehr fasziniert und bot zusammen mit der abendlichen Lichtstimmung im Hintergrund ein wunderbares Motiv. In schwarz-weiss habe ich schon lange nicht mehr gearbeitet... Interessant finde ich hier, wie das ursprünglich romantische Motiv nun eher bedrohlich wirkt.


Tiere
Manchmal liegt das Gute ja so nah...! Gerade in meiner Heimatstadt Zürich gibt es einige ruhige Orte, grüne Oasen, die noch so richtige Geheimtipps sind - und ich bin sicher, da habe ich selbst noch längst nicht alle entdeckt.
Einer dieser Orte ist der Botanische Garten Zürich: Auf dem weitläufigen Gelände werden die verschiedensten Pflanzen gepflegt und naturliebende Menschen finden viel Interessantes, jede Menge Freiräume und Entspannung.
An einem strahlenden Herbsttag Mitte Oktober 2017 war ich im Park unterwegs und habe das Seerosen-Becken mit den vielen Fröschen entdeckt, die sich sonnten und wunderbare Fotomotive abgaben. Einer davon schien richtig stolz zu posieren - da fehlt nur noch ein Krönchen auf dem Kopf, findet ihr nicht auch?


Nahaufnahme
Erkennt ihr es? Das sind die noch gefalteten Flügel eines vor wenigen Stunden geschlüpften Schwalbenschwanz-Schmetterlings. Per Zufall entdeckte ich im Mai Schmetterlings-Eier am Dill vor der Haustür... Bald schlüpften kleine (Rüebli-)Räupchen, die ich geschützt aufzog, denen ich später beim verpuppen zuschaute und schliesslich im August 2017 auch beim schlüpfen als wunderschöne Schwalbenschwanz-Schmetterlinge. (hier mehr dazu) Ein Wunder der Natur, das glücklich macht!
Gleich nach dem Schlüpfen sind die Schmetterlinge noch ganz zerknittert. Sie brauchen etwas Zeit und Ruhe, um ihre Flügel ganz aufzufalten und bleiben auch dann noch eine Weile sitzen und können gut fotografiert werden. Nach einigen Stunden (bei schlechtem Wetter können es auch einmal zwei Tage sein) werden sie unruhig und fliegen schliesslich davon.
Das Schönste war für mich, als wenige Tage später ein Schwalbenschwanz zurückkehrte und wieder Eier auf dem Dill ablegte. - Der Kreislauf des Lebens begann von Neuem! Diese zweite Generation überwintert nun als Schmetterlings-Puppen gut geschützt draussen an der Kälte - wie es für die richtige Entwicklung sein muss.


Stadtbild
Mit Freude organisiere ich einen grossen Teil unserer kürzeren und längeren Reisen, recherchiere Geheimtipps, besonders schöne Orte, feine Restaurants, Natur-Erlebnisse, Unterkünfte und vieles mehr.
Im August 2017 aber wurde ich selbst zu einem Überraschungs-Wochenende eingeladen :-) Wohin würde die Reise gehen? Wir fuhren mit dem Auto los... Meine Tipps waren "München", dann "Bern", dann "Paris"... bei jeder Autobahnkreuzung fiel wieder eine der Optionen aus dem Rennen.
Schlussendlich landeten wir im Elsass, fuhren gemütlich entlang der Weinstrasse, degustierten Crémant d' Alsace und besuchten neben den schönsten Dörfern Frankreichs auch Colmar.
Schon lange hatte ich mir gewünscht, die Region zu bereisen, und die Häuser, die Dörfer mit all den Blumen, die Landschaften und speziell "klein Venedig" in Colmar waren noch schöner, als ich es mir vorgestellt hatte! Ein Foto im Hochformat gibt es bei mir selten - hier aber "muss" es sein, denn ich liebe Spiegelungen.


Aussicht

Kurz nach dem Start in Zürich im Oktober 2017 für meinen Flug nach Hamburg (hier) flogen wir eine sehr enge Kurve, so dass ich fast senkrecht auf die Landschaft unter uns sehen konnte. Solche Flugmanöver sind meiner Flugangst gar nicht zuträglich, aber eine der Strategien dagegen ist die Aussicht aus dem Flugzeugfenster zu bestaunen und zu fotografieren. (Hier seht ihr meine weiteren Tipps gegen Flugangst)
Dieser Blick auf die Erde hatte es wirklich in sich! Ihr seht hier links oben den unteren Katzensee, rechts oben den äussersten Teil von Zürich-Affoltern (Kreis 11, oft auch als "Zürich Nord" bezeichnet) , sowie schräg durchs Bild die grosse Autobahnbaustelle der A1 Nordumfahrung Zürich. Auf einer Länge von 580 Metern soll hier die Autobahn nach dem Ausbau schliesslich überdeckt werden und so neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten. (Quelle: Projekt-Seite) - eine schöne Vorstellung!
In der Zwischenzeit aber bleibt diese Baustelle auf der meist befahrenen Autobahn der Schweiz noch auf Jahre hinaus ein Nadelöhr - oft genug auch für mich. Einmal so darüber zu fliegen war deshalb ein ganz besonderes Erlebnis!


Schönstes Foto
Mit dem für mich persönlich schönsten Foto schliesst sich der Kreis wieder, denn ebenso wie das Landschaftsfoto am Anfang wurde es im September 2017 im Oman aufgenommen. Ob Andere in diesem Bild dieselbe Schönheit finden, wie ich? Oder sind es einfach die vielen positiven Emotionen, welche für mich dahinter stecken und es so wertvoll machen?
Nach einem anstrengenden Arbeitstag waren wir spät Abends ins Flugzeug gestigegen und früh Morgens gelandet. Schon im Flughafen von Muscat war alles so einfach und bekannt. Wir nahmen das Mietauto entgegen, fuhren los in Richtung Mutrah und da war es:
Das vertraute und gleichzeitig exotische Gefühl, nach so kurzer Zeit nochmals in diesem schönen Land zu sein (hier ein kleiner Rückblick auf den März), wieder auf dieser Strasse unterwegs im feucht-warmen Klima und doch neuen, noch unbekannten Abenteuern entgegen - Eine riesige Vorfreude!


Über die Fotos / Entwicklung: Die Bilder zeige ich hier in grösserer Qualität (2000x1333 Pixel Kantenlänge) als sonst auf dem Blog, mit draufklicken könnt ihr sie vergrössern. Teilweise wurden Schatten leicht aufgehellt, Helligkeit leicht vermindert, Bildausschnitte angepasst.



Alle Teilnehmer der FopaNet Fotoparade von Michael, sowie seinen eigenen Beitrag findet ihr hier (link). Einige meiner bisher liebsten Beiträge stelle ich euch hier bereits vor und werde laufend weiter ergänzen:

Cache 'n' Travel - Jedes der Afrika - Fotos ist anders, und jedes hat es mir angetan!
Mini Globetrotter - Beeindruckende Berg- und Landschaftsbilder aus Andalusien!
Reisen-Fotografie - Auch sonst verfolge ich ihre Beiträge gerne. Die vielen "Shades of grey" des Affen-Fells beeindrucken mich besonders. Definitiv mehr als Schwarz und Weiss!
Hikelust - Umwerfende und ganz besondere Fotos! Auch hier ist Hamburg mit der Elbphilharmonie vertreten und zeigt, dass es kein "schlechtes" Wetter gibt.
Nesting Nomads - Wunderschöne, Stimmungsvolle Landschaftsfotos... am meisten hat mich aber das Drohnenfoto überrascht!
Take a Hike - Umwerfende Natur- und Landschaftsfotos aus den USA. Meine Favoriten: "on the Road durch die Landschaft" sowie eine Aufnahme des Joshua Tree National Park
Naturfreundin - so viele schöne Tier- und Natur- Fotos... da kann ich mich gar nicht für einen Favoriten entscheiden :-) alle sind sehr sehenswert!
Lostintravel - So viele, schöne, bunte Reise- und Landschaftsfotos, die mir sehr gut gefallen!
Diereiseule - Von ihrer spannenden Reise nach Grönland hat sie extrem vielfältige Fotos mitgebracht - von ewigem Eis, aber auch noch ganz Andere
Travelmorebabbleless - Jedes der Fotos ist ein Wow! Die Landschaft der Lofoten, Polarlichter sowieso und auch bei mir hat sich der dreibeinige Fuchs gleich ins Herz geschlichen.
On Brink - Alle Fotos aus Australien, da hüpft mein Herz! :-) Besonders natürlich bei den Tierfotos, zum Beispiel von Kangaroo Island..
Trip to the Planet - Hier findet ihr ein besonders gutes Auge für spezielle Details und Sujets, kombiniert mit zauberhaftem Licht und Stimmung.
Travelisto - So viele schöne Fotos aus Namibia... Der kleine Gecko, Dünen, Giraffen - und zwei Bilder, die gleich das Camping-Gefühl (wieder) aufleben lassen.
Framing Landscapes - Schlicht meine liebsten Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, alles andere als Langweilig!
Dinky-Land - Island, Südtirol oder auch die Katze zu Hause... immer mit besonderem, warmen Licht oder speziellem Blick und Bildgestaltung


Liebe Reisegrüsse, Miuh



Donnerstag, 14. Dezember 2017

Der Himmel über der Linthebene (Ostschweiz)

Unterwegs zu sein mag ich sehr! Wenn die Landschaft draussen am Autofenster vorbeizieht, die Lichtstimmung ständig ändert und manchmal sogar das Wetter...
Vor knapp zwei Wochen waren wir unterwegs in Richtung Deutschland. Die folgenden Bilder stammen aber noch aus der Schweiz: sie wurden auf der Strecke zwischen dem Obersee und dem Walensee aufgenommen und zeigen die Linthebene sowie die umgebenden Berge - Eine interessante Gegend, historisch wie landschaftlich!
Um es noch spannender zu machen, war die Sonne gerade hinter den Wolken untergegangen und der noch nicht ganz volle Mond stand tief am Himmel. Wenige Tage später hat er dann als Supervollmond sogar durch die Wolken hindurch die Nacht dämmer-hell erleuchtet.
Die Stimmung war zauberhaft und auch wenn mir bewusst war, dass das vorhandene Licht zusammen mit unserer hohen Geschwindigkeit (auf der Autobahn) kaum für ganz scharfe Fotos reichen würde, nahm ich die Kamera hervor.
Auf Reisen habe ich die Kamera immer ganz oben in der Handtasche mit dabei und jederzeit griffbereit. Dass sie blitzschnell einsatzbereit ist und auslöst schätze ich in solchen Situationen besonders.
Dunst stieg aus den Tälern zwischen den Hügelketten und manchmal verdeckten die Wolken am Himmel oder höhere Berge die Sicht auf den Mond.
In der Ebene sind einzelne Höfe verteilt...
... diese Holzhäuser und Scheunen mag ich ganz besonders.
Bald zeige ich euch noch mehr zum Thema: "Fotos aus dem fahrenden Auto aufnehmen" und gebe euch einige praktische Tipps dazu.
Die heutigen Bilder sind bei schon sehr schwachem Licht und relativ hoher Geschwindigkeit unter recht schwierigen Bedingungen entstanden. Sie sind ein Beispiel dafür, dass es mir persönlichh auch einmal wichtiger sein kann, die spezielle Stimmung einzufangen, als perfekte Technik und Schärfe zu erreichen. :-)
Wenn euch mein Blog mit den Tipps und Reiseberichten gefällt, freue ich mich natürlich ganz besonders, wenn ihr ihn abonniert, teilt und weiterempfehlt... - es wäre doch zu schade, wenn ihr die nächsten Beiträge verpassen würdet?  :-)


Liebe Reisegrüsse, Miuh


P.S. Gerne zeige ich die Himmels- und Stimmungsbilder, die mir so gefallen haben, auch beim Naturdonnerstag, beim Freutag und bei in Heaven.








Dienstag, 5. Dezember 2017

Wo die Fische "Hallo" sagen - am Ned's Beach auf Lord Howe Island

Einer der bekanntesten Orte auf Lord Howe Island ist Ned's Beach. Der wunderschöne Naturstrand liegt in einer Bucht im Nordosten der Insel, eingerahmt von Kentija - Palmen und einer grünen Wiese.
Vom Strand aus erreicht ihr nach nur wenigen Metern schwimmen oder schnorcheln die ersten Teile des wunderbaren Korallenriffs um die Insel...
... aber auch an Land ist alles bereit für einen erholsamen Tag am Meer.
Fischen ist am Ned's Beach streng verboten!

Und das hat einen guten Grund: der Strand ist auf Lord Howe Island berühmt für seine zahmen Fische.


Noch vor unserer Ankunft auf Lord Howe haben wir vom Ned's Beach gehört und erste Fotos der Fische gesehen - Da wollte ich natürlich unbedingt hin! Die Zeit auf der Insel haben wir gut genutzt: Neben weiteren Ausflügen sind wir jeden Tag auch zum Ned's Beach, der ja von unserem Lorhiti Apartment  aus (hier) quasi unser Haus-Strand und über einen schmalen Dschungel-Pfad schnell zu erreichen war.

Hier berichte ich euch von unseren Erlebnissen an diesem speziellen Strand und gebe euch zum Schluss noch ein paar "Do's" und "Don'ts" weiter.





"Hallo Fische!" - unsere Erlebnisse am Ned's Beach auf Lord Howe Island:


Der Strand hat uns sofort gefallen: hierher müsst ihr nicht nur für die Fische kommen, es ist auch einfach ein schöner Ort, um einen gemütlichen Tag zu verbringen! Sogar ohne Sonnenschein (was hier im subtropischen Klima oft vorkommt) hat der Strand seine Ausstrahlung.
Im Gegensatz zu sonst habe ich mich auch nicht erst an den Strand gelegt, sondern bin direkt mit der kleinen, wasserfesten Digitalkamera in Richtung Wasser.
Die Fische sind extrem auf Menschen fixiert und versammeln sich schon, wenn ihr nur dem Strand entlang geht! Sie kommen so nahe ins seichte Wasser, dass ihr sie in den feinen, sich am Strand überschlagenden Wellen sehen könnt.
Wir haben gar nicht erst Futter geholt um die Fische anzulocken, sondern wollten "nur einmal kurz schauen". Die verschiedenen Fische kamen sofort in unsere Nähe und sind direkt um uns herum und an uns vorbei geschwommen, sobald wir etwa knietief im Wasser standen. Ein beeindruckendes Gefühl - und sicher nichts für Fischphobiker (Ichthyphobie, das gibt es tatsächlich und Rihanna soll zum Beispiel davon betroffen sein).
Foto (c) Reisebegleiter
Mein Reisebegleiter war etwas vorsichtiger: "Beissen die?" Einige der Fische sind tatsächlich ziemlich gross und haben beeindruckende Zähne und riesige, herausstülpbare Münder! "Nein, bestimmt nicht!" war ich überzeugt. Sobald es um Tiere oder ums Fotografieren geht, bin ich wesentlich mutiger als sonst. Kommt sogar beides zusammen... - Langer Rede, kurzer Sinn: Doch, wenn ihr während des unter Wasser Fotografierens konzentriert einen Finger wegstreckt, kann da durchaus einmal ein neugieriger Fisch hineinbeissen. Autsch! Der Finger blieb zum Glück daran, es war nur ein grober Kratzer, der etwas blutete - aber ich hatte meine Lektion gelernt und gab mir ab da Mühe, nicht mehr wie etwas Essbares auszusehen ;-)
In der Nähe stand ein Mann mit Futter... und alle Fische stürzten sich quasi auf ihn! Das Wasser rundherum schien fast zu schäumen vor Fischen! Sie schossen durchs Wasser und sprangen auch heraus. Wir konnten sehen, wie beeindruckend gross die Fischmäuler tatsächlich waren und beschlossen, dass wir das Füttern nicht ausprobieren wollten.
Tatsächlich kamen die Fische genauso zu uns und sie waren sehr viel weniger nervös und aggressiv ohne Futter. Auch so sind sie sehr neugierig und einfach zu beobachten und zu fotografieren.
Am schwierigsten zu fotografieren (irgendwie am scheuesten) war ein blau-rot-bunter Fisch, eine  Wrasse / Junker-Lippfisch / Thalassoma wie ich später herausfand.
Von vielen Fischen habe ich die Namen nicht herausgefunden, aber unter Anderen sind Silver-Drummer, Silver Trevally, Wrasse, Blue Fish, Mullet, Kingfish und Spangled Emperor anzutreffen.
Manchmal hätte man fast von Fischsuppe sprechen können, so dicht schwammen alle um uns herum!
Was? Neeein, so war das doch nicht gemeint...
Es waren wunderschöne Erlebnisse und wir haben die Zeit am Ned's Beach mit all den Fischen unglaublich genossen!

Do's und Don'ts am Ned's Beach auf Lord Howe Island


Do:

-1- Nehmt euch unbedingt Zeit für diesen Ort - Es besteht die Gefahr, dass ihr euch kaum mehr losreissen mögt und immer nur noch ein wenig länger dort bleiben wollt.

-2- Nehmt eure Wasserfeste Kamera, die Gopro oder die Wasserfeste Hülle mit - hier werdet ihr Unterwasser-Motive ohne Ende finden.

-3- Geniesst die komfortablen Einrichtungen: Picinic-Bänke, Umziehkabinen, Grillstelle, Toiletten... Wenn ihr etwas zu Essen und zu Trinken mitnehmt, könnt ihr hier entspannt den ganzen Tag verbringen.

-4- Verbringt entspannt Zeit mit den Fischen, ohne sie zu Füttern! Ja, es ist ein Spektakel, wenn jemand die Fische mit Futterpellets anlockt und sie danach springen und schnappen. Viel ruhiger und entspannter ist es jedoch für alle ohne Futter - und nur so habt ihr die Gelegenheit, die Fische auch einmal scharf vor die Linse zu bringen. Und keine Angst: es kommen auf jeden Fall genügend Fische in Eure Nähe, sie sind sehr neugierig.

-5- Leiht euch bei der Picnic Area gegen einen kleinen Beitrag Schnorchel-Equipment aus. Wie so vieles auf der Insel funktioniert auch dieses System auf Vertrauen - seid so ehrlich und missbraucht das nicht...


 Don't:

-6- Bitte wirklich nicht fischen! Auch wenn ihr sonst nicht gerade Vegetarier seid: hier sind die Fische eure Freunde und nicht euer Essen - und das macht den Ort so speziell... Eine Welt des friedlichen Zusammenlebens, wie man sie sich wünscht und sich das verlorene Paradies vorstellt.

-7- Füttert die Fische nicht mit Brot, Küchenabfällen oder anderem ungeeignetem Essen. Bis vor wenigen Jahren wurde das leider gemacht. (was ihr auf älteren Videos noch sehen könnt) Die Fische sind davon sichtbar krank geworden, was heute möglichst vermieden werden soll. Zur Fütterung geeignete Pellets könnt ihr bei der Picnic Area für 1 AUD pro Becher beziehen.

-8- Vergesst und verpasst das faszinierende Riff nicht! Die zahmen Fische am Ned's Beach sind unterhaltsam und ihr müsst gar nicht weit ins Wasser - schon im Waden- oder Knie-tiefen Wasser werdet ihr ihnen begegnen. Schwimmt ihr doch noch einige Meter weiter hinaus, befindet ihr euch auch schon über Teilen des weltweit südlichsten Korallenriffs mit wunderbar klarem Wasser, bunten Fischen, Korallen und anderen Meeresbewohnern.



Mögt ihr Fische und eine solche Begegnungsmöglichkeit? Kann euch ein Ort auch so verzaubern, wie es mir mit Ned's Beach - und mit der ganzen Lord Howe - Insel passiert ist?

Den letzten Beitrag findet ihr hier: Alle Hotels und Unterkünfte auf Lord Howe Island finden und ankommen...
Gerne empfehle ich euch auch alle Informationen, Tipps und Erlebnissen zu Lord Howe Island ...
die 18 Tipps und Informationen zum Flug nach Lord Howe Island ...
sowie die ganze Übersicht zu unserer Traum-Australienreise.

P.S. Gerne zeige ich meine Freude über die nahen Fisch-Begegnungen auch beim Natur Donnerstag, beim Freutag, beim Sonntagsglück und bei den Montagsfreuden.

Wenn euch mein Blog mit den Tipps und Reiseberichten gefällt, freue ich mich natürlich ganz besonders, wenn ihr ihn abonniert, teilt und weiterempfehlt... - es wäre doch zu schade, wenn ihr die nächsten Etappen verpassen würdet?  :-)


Liebe Reisegrüsse, Miuh