Montag, 15. Januar 2018

Manly Beach: der Coolste Strand in Sydney... mit Shopping-Tipps für Surfer Girls

Manly Beach ist der Surfer-Strand in Sydney... der coolste, lockerste, entspannteste Strand, mit einem Lifestyle, dem man sich schwer entziehen kann.
Ausserdem mag ich die Shopping-Möglichkeiten in Manly: wenigstens optisch könnt ihr euch hier perfekt in ein Surfer Girl (oder einen Surfer Boy) verwandeln...
Schon die Fahrt ab Sydney Circular Quay mit der Fähre um das Opernhaus herum und durch den natürlichen Meeresarm und Hafen Port Jackson  ist eine Empfehlung für sich - und je nach Wellengang auch ein kleines Abenteuer!
Ein Blick zurück mit der Sicht auf das Opernhaus und die Skyline von Sydney ist gigantisch - und so nur vom Wasser aus möglich.
Wenn immer es geht, verbringe ich die Fahrt ganz vorne, draussen auf dem Bug des Schiffes, obwohl es hier stark windet und manchmal mehr als nur ein paar Wasserspritzer über die Reling kommen. So lässt sich auch der Horizont gut im Auge behalten und frische Luft schnuppern - was eine grosse Hilfe ist, falls ihr leicht Seekrank werdet.
Für die Fahrt habt ihr mehrere Möglichkeiten: Mit den Sydney Ferries - F1 Manly (link), welche ich jeweils genommen habe, habt ihr pro Weg etwa eine halbe Stunde und mit der Manly Fast Ferry (link) ca 20 Minuten.
Mit dem Schiff kommt ihr bei der Manly Cove am Inner Harbour an. Ab dem Hafengebäude gelangt ihr direkt zum Manly Corso, einer breiten, gepflasterten Fussgängerzone. Mit den vielen Palmen wirkt der Corso gemütlich und cool zugleich - ein Ort zum einkaufen, flanieren, im Palmen-Schatten sitzen und schauen, was rundherum so läuft.
Wenn ihr wie wir zur Weihnachtszeit hier seid, ist auch die Kombination von grossen, geschmückten Weihnachtsbäumen und  Palmen etwas ganz Spezielles.
Der Corso ist gesäumt von Shops: Souvenir- und "Gift-Shops" für ein Australien-Shirt oder einen Hoodie findet ihr ebenso wie viele Surf- und Bademoden- Läden verschiedenster Marken: Oakley, Billabong, Tigerlilly, Quiksilver, Sportsgirl... Wenn ich wieder nach Australien fliege, werde ich wohl erst einmal hier hinkommen und mich mit allem für die Reise eindecken, was es in unserer bergigen Schweiz nicht in so grosser Auswahl gibt: Schwimmshirts, Badeschuhe, Bikinis, Surfer-Klamotten und praktische oder lustige kleine Gadgets.
Genug zum Thema Shopping... bestimmt wolltet ihr ja auch noch zum Strand: Den findet ihr gleich am Ende des nur etwa 500 Meter langen Corso. Auch an der Steyne Promenade entlang des Strandes gibt es weitere, kleine Surfer-Shops, aber auch verschiedene Restaurants wie das Bluewater Cafe oder die Sugar Lounge Bar, wo ihr gemütlich drinnen oder draussen sitzen, etwas feines essen und euch das Strandleben anschauen könnt.
Am Manly Beach ist immer etwas los: Surfer sind mit ihren Brettern unterwegs, Rettungsschwimmer sind am üben - manchmal auch schon der Nachwuchs - Möwen fliegen wild im Wind... und auch als Schwimmer und Sonnenbader kommt ihr nicht zu kurz.
Ganz besonders sieht hier die Küstenlinie vom Strand her aus mit den vielen, hohen Norfolk-Tannen, welche die direkt dahinter liegende Stadt ein wenig zu verstecken scheinen.
Falls ihr es lieber etwas ruhiger mögt, findet ihr wenige hundert Meter weiter süd-östlich den weniger besuchten Shelly Beach. Auf der Manly-Landzunge sind aber noch viel mehr Attraktionen für Natur-Liebhaber zu finden: Buschwanderwege, Aussichtswanderwege, Historische Stätten wie die ehmalige Quarantänestation, sowie weitere Strände: Collins Beach, Fairlight Beach, Quarantine Beach und Store Beach, von denen ein Teil nur mit dem Kajak erreichbar ist. Einige zusätzliche Informationen dazu findet ihr HIER.
Wenn ihr in Manly alles ausführlich erleben wollt: Den Surfer-Strand, Cafes und Restaurants, Natur und Shopping, ist ein Tag natürlich zu kurz. Irgendwann geht's zurück durch den Corso in Richtung Fähre. Vielleicht wollt ihr bei Coles noch einige Snacks einkaufen? Tim Tam's aller Sorten sind zum Beispiel sehr beliebt... Und dann ist es Zeit, für dieses Mal Abschied zu nehmen.
Mit der Fähre steuert ihr dieses Mal direkt auf Sydney mit dem Opernhaus und dem Circular Quay zu, wobei sich nochmals super Gelegenheiten zum Fotografieren bieten - und zwar egal, welches Wetter gerade herrscht. Wir sind auch schon bei Sturm zurückgefahren und haben von weitem gesehen, wie es um Sydney's Skyline schon zu regnen anfing - sehr beeindruckend!

Nun nimmt mich wunder: Wart ihr schon einmal in Manly? Was hat euch am besten gefallen?

In Sydney gibt es viele Strände... Den wohl legendärsten Strand von Sydney - Bondi Beach - habe ich euch ebenfalls schon vorgestellt (hier)
Hier findet ihr ein weiteres Erlebnis in Sydney: Beeindruckende Fahrt über die Harbour Bridge und Maut-Falle
und hier die Übersicht zu allen Etappen der Traum-Australienreise


Liebe Reisegrüsse, Miuh

Sonntag, 7. Januar 2018

15 einfache Tipps und Empfehlungen fürs Fotografieren aus dem fahrenden Auto

Fotografieren aus dem fahrenden Auto (nur als Beifahrerin natürlich!) mag ich immer wieder und lasse mich auch durch die oft schwierigen Bedingungen nicht davon abbringen. Wie kommt es dazu und wie sind die Resultate?

Hier gebe ich euch eine kurze Einführung, dann die besten Tipps und Empfehlungen und zum Schluss einige interessante Beispiele aus der Praxis.


Unterwegs begegnen uns im Vorbeifahren die schönsten Landschaften, Stimmungen und Fotosujets. Je nachdem, wie nahe oder weit weg Berge, Lichter, Häuser, Bäume, Seen,... entfernt sind, flackern sie nur für Sekundenbruchteile auf oder ziehen langsam vorbei. Zu gerne möchte ich jeweils all diese Eindrücke - auch fotografisch - festhalten! Kennt ihr das... und geht es euch auch so?


Anhalten geht längst nicht jedes Mal: ob aus Sicherheitsgründen, oder auch, weil es oft ein Ziel gibt, welches wir in einer gewissen Zeit erreichen möchten. Wie kann ich dennoch aus dem fahrenden Auto schöne Landschaftsfotos aufnehmen?


Für mich ist die Sache klar:
Einige meiner liebsten Fotos habe ich aus dem fahrenden Auto aufgenommen! (wie ihr zum Beispiel bei meinen schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2017 (hier) sehen könnt...) - Und mit meinen 15 einfachen Tipps und Empfehlungen fürs Fotografieren aus dem fahrenden Auto könnt ihr das auch.

 

15 Einfache Tipps und Tricks für schöne Fotos aus dem fahrenden Auto


Einige einfache Tipps und Empfehlungen, die euch helfen können, auch aus dem fahrenden Auto heraus schöne Fotos aufzunehmen, habe ich euch hier zusammengestellt. Bewusst verzichte ich darauf, zu sehr in technische Details zu gehen. Manche der Tipps tönen vielleicht auf den ersten Blick simpel, werden jedoch in der Praxis oft vergessen:

1. Sicherheit: Fotografiert auf jeden Fall nur als Beifahrer! Ausserdem gilt: Lenkt euren Fahrer nicht ab, behindert ihn nicht, haltet ihm die Sicht frei und befolgt seine Anweisungen! Genauso wichtig: Fotografiert oder filmt keine Unfälle oder Aufräumarbeiten, verlangsamt im Strassenverkehr nicht die Geschwindigkeit, behindert, fotografiert oder bedrängt weder Rettungsleute noch andere Verkehrsteilnehmer! - Alles Dinge, die absolut Selbstverständlich sein sollten, aber nicht oft genug wiederholt werden können.

2. Nicht blitzen! Gegen die Scheiben erreicht ihr damit nichts als Spiegelungen. Auch das sollte selbstverständlich sein, ich sehe es aber immer wieder, zum Beispiel bei Aussichts-Plattformen oder in Gebäuden.

3. Autoscheiben möglichst sauber halten. Wascht das Auto oder wenigstens die Scheiben vor der Abfahrt. Auch unterwegs steht an Tankstellen oft ein Wasserkessel mit Abwischer oder zur Not geht für zwischendurch auch ein Feuchttüchlein.

4. Eher dunkle / unifarbene Kleidung tragen. So vermeidet ihr, dass später auf dem Foto zum Beispiel euer in der Scheibe gespiegeltes Streifen-Shirt auftaucht. Auch andere möglicherweise störenden oder spiegelnden Elemente gilt es zu entfernen: Dinge (z.B. eine Landkarte) auf dem Armaturenbrett, spiegelnde, metallische Gegenstände irgendwo im Auto, usw

5. Idealen Blickwinkel finden, um Licht-Spiegelungen zu vermeiden: Je nach Sonneneinstrahlung lassen sich Spiegelungen auf den Autoscheiben nicht vermeiden. Gegenlicht ist zum Beispiel sehr schwierig. Findet die ideale Position, fotografiert an störenden Spiegelungen oder allenfalls Flecken vorbei, zoomt etwas, oder weicht aus auf eine andere Scheibe: ist gerade die Sicht durch das Seitenfenster oder die Frontscheibe besser? Bei nicht allzu hoher Geschwindigkeit und moderaten Temperaturen könnt ihr auch einmal die Seitenscheiben herunterlassen.

6. Nutzt die technischen Hilfsmittel, welche euch zur Verfügung stehen! Hat eure Kamera einen Bildstabilisator? Der ist jetzt sehr hilfreich. Auch eine schnelle Aufstart- und Auslösegeschwindigkeit kommt euch nun entgegen (das mag ich an meiner Panasonic Lumix dmc fz1000 sehr!) Auch ein Polfilter kann (sehr begrenzt) etwas helfen gegen unerwünschte Spiegelungen.

7. Doch etwas Technik: Je mehr Licht draussen zur Verfügung steht, umso besser - und damit einhergehend: je kürzere Belichtungszeiten möglich sind, desto besser. Allenfalls könnt ihr die ISO - Empfindlichkeit der Kamera etwas hochstellen - dadurch wird jedoch auch das Bildrauschen zunehmen. Gerade spezielle Lichtstimmungen sind leider oft schwierig zu fotografieren. Selbst verwende ich normalerweise den Automatik-Modus der Kamera - zu schnell können sich die Lichtverhältnisse ändern, um sie manuell einzustellen. Ich weiss aber, dass andere Fotografen lieber manuell einstellen. Probiert aus, was für euch am besten funktioniert.

8. Geschwindigkeit: Je langsamer ihr unterwegs seid, desto besser werden die Ergebnisse. Wenn ihr weit und breit alleine unterwegs seid (also vor allem niemand hinter euch fährt! -> Kurzer Rückblick auf Tipp Nr. 1: Sicherheit!)  und ihr durch eine atemberaubende Landschaft unterwegs seid, spricht nichts dagegen, auch einmal die Geschwindigkeit zu reduzieren. Viel Zeit verliert ihr dadurch nicht, versprochen!

9. Motive in der Ferne bewegen sich optisch viel langsamer an euch vorbei, als Motive direkt am Strassenrand. Konzentriert euch deshalb eher auf Objekte oder Landschaftsteile weiter weg, wählt den Bildausschnitt entsprechend oder zoomt leicht heran. (Achtung, hier kommt schnell Punkt Nr. 7 wieder zum  tragen: zoomen braucht mehr Licht / höhere Belichtungszeiten) So habt ihr bessere Chancen auf scharfe Fotos.

10. Gestaltungselemente: Es muss kein Geheimnis sein, dass ihr aus dem Auto fotografiert habt... gerade die dadurch entstehenden Effekte könnt ihr gut auch als Gestaltungselemente einsetzen. Verwischtes Gras am unteren Bildrand macht die Geschwindigkeit deutlich, ein Teil der Motorhaube mit auf dem Bild kann erst zeigen, wie steil die Strasse wirklich war oder wie abenteuerlich sich die Fahrt angefühlt hat und Wassertropfen auf den Scheiben können absichtlich ins Bild integriert werden.

11. Kleine Störenfriede tarnen: Kleine helle Spiegelungen auf der Scheibe könnt ihr vielleicht in einer Wolke "verstecken" oder einen kleinen dunklen Fleck in einem Waldgebiet... so sind sie auf dem fertigen Foto kaum mehr zu sehen. Spielt auch hier etwas mit dem Bildausschnitt - es muss ja nicht gerade die helle Spiegelung mitten im Wald oder der dunkle Fleck in der Wolke zu sehen sein. Je mehr ihr den Fokus auf den Horizont oder einen Punkt weit weg richtet, desto mehr verschwinden und verschwimmen auch kleine Flecken auf der Scheibe.

12. Seid bereit! Die ganze Fahrt über mit eingeschalteter Kamera zu warten, ermüdet nicht nur euch, sondern auch den Akku. Schaut und denkt dafür voraus, entwickelt Fantasie und ein gutes Auge für mögliche interessante Motive und nehmt dann die Kamera rechtzeitig zur Hand. Ihr fahrt auf eine grosse Stadt zu? In der Ferne taucht das Meer auf? Schon von weitem fällt euch dieser riesige, knorrige Baum ins Auge? Ein Wetterwechsel zeichnet sich ab, oder die Sonne geht langsam unter und das Licht wird so schön? - Jetzt!

13. Mut zum unperfekten Foto... Wenn ihr aus dem Auto fotografiert, kann nicht immer alles nach Plan gehen und klappen. Habt Mut, probiert herum und wagt es, auch wenn ihr schon wisst, dass die Bedingungen schwierig sind. Nutzt die Chance auf ein spezielles Foto, auf ungewöhnliche Blickwinkel und Motive. Manches meiner so entstandenen Fotos wird wohl nie einen Preis für technische Perfektion gewinnen, ist mir aber eine liebe Erinnerung! Und für mich persönlich sind diejenigen Fotos die schlechtesten, die gar nicht aufgenommen wurden...

14. Die guten auf den Speicher, die schlechten löschen: Aus dem Auto heraus werdet ihr mehr Fotos aufnehmen als sonst - und viele davon werden wirklich nicht gut herauskommen. Was habe ich schon alles an Strassenpfosten, Büschen und Zäunen auf meinen Fotos erwischt... - Egal! Löscht die schlechten in einer ruhigen Minute und freut euch an den übrig gebliebenen guten, spannenden, aussergewöhnlichen Bildern.

15. Nachbearbeitung: Für aus dem Auto aufgenommene Fotos ist im Durchschnitt wohl auch für zurückhalende Nutzer von Fotoprogrammen etwas häufiger / mehr Bildbearbeitung nötig, als sonst. Wie schnell ist ein Horizont schräg gerutscht oder der Bildausschnitt stimmt nicht genau nach eurer Vorstellung. Durch die Scheiben kann es auch passieren, dass die Farben eines Fotos etwas flauer scheinen als sonst. Das lässt sich meist mit wenigen Klicks erledigen.


Konnte ich euer Interesse wecken oder verstärken? Dann kommen wir nun zum schönsten Teil:


Interessante Foto - Beispiele aus der Praxis:


Eines meiner liebsten Australien-Fotos von unterwegs... Schwierig waren gleich drei Faktoren: schwaches Licht am Abend, Gegenlicht durch die tief stehende Sonne und einige Tropfen auf der Scheibe. Dadurch, dass die Lichtmessung am hellsten Punkt vorgenommen wurde, blieben fast nur Silhouetten übrig und die Wassertropfen reflektieren fein die Sonne.

Gleiche Zeit, gleiche Lichtverhältnisse, aber einmal in Richtung Westen und einmal in Richtung Osten fotografiert. Für ein gleichmässig ausgeleuchtetes Foto während der Fahrt (Bild rechts) hat das Licht definitiv nicht mehr gereicht.
Ein Fleck rechts oben auf dern Windschutzscheibe störte mir das Bild gewaltig... mit einer kleinen Änderung der Kameraposition im Auto ist der Fleck auf dem nächsten Foto ausserhalb des Blickfeldes und somit nicht mehr vorhanden.







Links lagen Reiseunterlagen und eine Landkarte von Australien auf dem Armaturenbrett, rechts die gestreifte Handtasche auf meinen Beinen. Beides spiegelte sich durch das helle Licht in der Windschutzscheibe und störte damit das Foto.
Vorbeirauschendes Gras im Vordergrund / Blick aus dem Auto auf die abfallende Strasse / Blick aus dem Auto auf die steil aufsteigende Strasse / Blick aus dem Auto auf die Sandpiste... Man darf durchaus auch sehen, dass aus dem Auto fotografiert wurde, das gibt dem Bild etwas "Action"
Die beiden Bilder der Harbour Bridge sind nicht perfekt... im linken Bild ist zum Beispiel oben rechts eine Spiegelung zu sehen... dennoch hätte ich auf keinen Fall auf die Fotos verzichten mögen! Wann fährt man schon mal über die Harbour Bridge und hat diese Sicht?
Oh, wie mich diese fast unendlichen Weiden in Australien mit hunderten oder tausenden Tieren beeindrucken!
Ein typisches Beispiel dafür, wie viel besser die Bildqualität im Hintergrund des aus dem fahrenden Auto aufgenommenen Fotos ist (rechts) als im Vordergrund (links).

Wenn mir weitere Beispiele begegnen, werde ich sie hier in Zukunft gerne ergänzen.

Liebe Reisegrüsse, Miuh


Donnerstag, 28. Dezember 2017

Geheimtippreisen - Rückblick 2017 und Wunschziele 2018

Heute lade ich euch zu einem Rückblick auf mein persönliches Reisejahr 2017 ein: Anfangs (hier der Link zum Reise-Ausblick 2017 für meine Geheimtipreisen) hatte es noch nicht so sehr nach vielen Reiseplänen ausgesehen... da gab es zwar schon verschiedene Ideen und einzelne Buchungen, aber eben doch noch wenig Konkretes. Über die Montate erlebte ich dann immer mehr schöne Reisen und auch neue, zum Teil spontane, Pläne für das zweite Halbjahr kamen hinzu...
Ganz kurz und alphabetisch zusammengefasst, führte mich das 2017 an folgende Orte:
Baden (Schweiz) - Badenfahrt, Hamburg, Kempten (Allgäu), Elsass, Emmental (2x), London, Luxembourg, Malta, Oman (2x), Serfaus, Zermatt, Zoo Zürich
Auch die Arten meiner Reisen waren ganz unterschiedlich:
Roadtrip-Abenteuer, Geschäftsreise, Skiweekend, Gruppenreise organisiert für Freunde, ganz nah, Wellnessferien, alle Jahre wieder, Überraschungs-Trip, neue Ziele, alleine, grosses Stadtfest, Familienzeit... ich mag diese Abwechslung!


Geheimtippreisen-Rückblick 2017


Januar

Zermatt (3 Tage)
Wiederum konnte ich im Januar ein spannendes Skiweekend in Zermatt verbringen. Am schönsten war dabei die Fahrt mit der Gornergratbahn über den Riffelberg bis zum Gornergrat mit dem überwältigenden Bergpanorama rundherum. Immer präsent und sehr fotogen ist dabei das Matterhorn, welches auch Touristen aus aller Welt hierher lockt. Meine 10 Tipps für den Ausflug zum Gornergrat, sowie weitere schöne Ideen, Übernachtungsmöglichkeiten und kleine Abenteuer findet ihr hier: Von Zermatt hoch zum Gornergrat auf 3089 müM & 10 Tipps dazu (link)


Februar

Serfaus (5 Tage)
Eine schöne Tradition sind für mich Schnee- und Wellnessferien in Serfaus. Obwohl es zahlreiche Möglichkeiten gäbe, blieben alle meine Sportlichen Ambitionen wie immer nur gute Vorsätze... Kleine Wanderungen und das Geniessen des schönen Wetters, der frischen Luft, des feinen Essens sowie der Wellnessangebote gehören für mich aber genauso zur Gesundheit. Drei Beiträge zu Serfaus findet ihr hier: Kurzwanderung zum Leithe Wirt ( link), Panorama Genussweg (link) und Mit dem umgebauten Pistenfahrzeug in die Berge (link)


März

Oman (17 Tage)
Im März ging es an die Wärme - und wie! Der Oman im Osten der Arabischen Halbinsel als Reiseziel war für uns absolut neu und unbekannt. Überlegten wir anfangs noch, mit einem Fahrer unterwegs zu sein, wurden wir nach einigen Recherchen mutiger.
Schliesslich mieteten wir uns ein 4x4 - Fahrzeug, buchten verschiedene Hotels vor und fuhren selbst von der bekannten Hauptstadt Muscat her über Jabal Akhdar und Nizwa durch die Berge und dann 1000 Kilometer in Richtung Süden, durch die Wüste - mit einem Halt in Haima - bis Salalah. Von dort aus ging es einige Tage später entlang der Küste und wiederum durch wilde Berge in Richtung Norden. Da die Omanische Küste im Süden weitgehend touristisch unerschlossen ist, wählten wir unsere Zwischenstopps nach den wenigen verfügbaren Unterkünften. In Duqm, wo gerade ein riesiger Hafen am entstehen ist, fanden wir ein Hotel, in welchem normalerweise die internationalen Ingenieure übernachten. Noch etwas weiter nördlich setzten wir mit einer Fähre auf Masirah Island über. Da dieses sonst noch absolut unbekannte Naturparadies von einigen wenigen Kite-Surfern gerne bereist wird, fanden wir auch dort ein Hotel. Wieder auf dem Festland angekommen und weiter in nördlicher Richtung unterwegs, gab es wieder mehr Möglichkeiten und wir übernachteten in einem der bekannten Wüsten-Camps, bevor wir nach Muscat zurückkehrten.
Die extrem vielfältige Natur, welche wir während unserer Reise erlebten, lässt mich noch immer staunen. Diese weiten Strecken, all das Ursprüngliche und Unentdeckte sind umwerfend und schwer fassbar. Zum Oman werden also noch viele Beiträge und Fotos folgen. In der Zwischenzeit könnt ihr hier einen kleinen Einblick erhalten: Zurück aus dem Oman - ein Orientalisches Märchen! (link) und hier noch etwas Praktisches: Welches ist die richtige Kleidung im Oman - wie ziehe ich mich an? (link)



April

April-Wetter und Geburtstag zu Hause
Für den April hatte ich im 2017 tatsächlich als einzigen Monat keine Reise oder Unternehmung geplant... Dafür feierte ich mit einem schönen Fest Geburtstag. Ausserdem gab es im April auch zu Hause viel Natur zu erleben und der Monat machte seinem Ruf alle Ehre - Mit Schnee bis am 28. und richtigem April-Wetter durch den ganzen Monat hindurch:


Mai

Luxembourg (4 Tage)
Nach Luxembourg hat mich im Mai eine Geschäftsreise geführt. Dank einem späteren (und günstigeren) Rückflug blieb etwas Zeit, um die Stadt zu Fuss zu entdecken. Am meisten angetan haben es mir das alte Quartier "Grund" sowie all die grünen Täler um die Altstadt, welche über kleine Wege entdeckt werden können.

Malta (5 Tage)
Wie oft ich schon in Malta war, habe ich noch nie gezählt... auf jeden Fall kommt da so Einiges zusammen seit den ersten 10 Wochen Sprachschule vor bald 20 Jahren. Die Maltesischen Inseln kenne ich mittlerweile sehr gut und so haben wir auch dieses Jahr wieder einige Freunde mitgenommen und ein spannendes, aber auch schön erholsames Programm zusammengestellt. Immer wieder ist es für mich erstaunlich, dass ich nach all den Jahren jedes Mal wieder etwas Neues auf Malta entdecken kann. Wenn ihr die Nachrichten etwas verfolgt, habt ihr bestimmt mitbekommen, dass auch hier nicht immer nur eitel Sonnenschein herrscht: Malta nach der Ermordung von Daphne Caruana Galizia - was wird nun? (link) ist meine persönliche Reaktion auf die Vorgänge in meiner "zweiten Heimat". Auf dem Blog findet ihr aber auch leichtere Themen wie: Isle of MTV Malta - Erlebnisse Tipps und Infos (link) zu den alljährlichen kostenlosen Konzerten für 50'000 Menschen mit Stars aus aller Welt oder: (Essbare) Pflanzen auf den Maltesischen Inseln (link). Jede Menge weitere Reiseberichte, Fotos, Tipps und Tricks zu Malta wären noch in der Pipeline und erscheinen auf dem Blog, sobald ich die Zeit dafür finde.


Juni

Emmental (7 Tage)
Das Emmental ist noch so eine Herzens-Heimat von mir. Natürlich haben wir auch hier wieder einige Tage verbracht, die mich wie immer sehr geerdet haben. Zusätzlich gab es dieses Jahr einige Sorgen und Tierarztbesuche und wir kehrten zu dritt aus den Ferien zurück... Hier: Persönliches und Technisches (link) könnt ihr ein wenig über das kleine, schwarze Katerchen lesen, das seither unser Leben und unsere Wohnung auf den Kopf stellt.
Im Emmental stelle ich mich meist mehrmals am Tag an eine Stelle, von wo aus die Aussicht traumhaft ist und geniesse, wie Himmel und Hügel sich immer wieder wandeln: Der Himmel über dem Emmental (link) - immer der gleiche Ausschnitt und doch jedesmal anders.


Juli

London (2 Tage)
Im Juli stand wieder einmal ein Gschäftlicher Termin an - dieses Mal in London. Leider war ich so eingespannt, dass ich von der Stadt überhaupt nichts gesehen habe - ausser die Sicht aus dem Flugzeug, als wir am Stadtzentrum vorbei flogen: Der Himmel über London (Link) Leider zeigt die Qualität der Fotos nicht ganz, wie beeindruckend die Sicht war... Eine ruhige Ecke in London - obwohl mitten in der City - kann ich euch dennoch empfehlen: St Dunstan-in-the-East - "lost Place", aber nicht verloren! (link) eine halb zerfallene Kirche, die nun romantisch überwachsen ist und als kleiner Geheimtipp gilt.


August

Elsass (2 Tage)
Im August wurde ich selbst mit einer Überraschungsreise beschenkt, die ins Elsass führte. Schon lange wollte ich einmal hierhin und wurde trotz vieler Erwartungen positiv überrascht. Entlang der Weinstrasse gibt es verschiedene Dörfer zu besuchen, von denen einige für sich in Anspruch nehmen, zu den schönsten in ganz Frankreich zu gehören - und man nimmt es ihnen ab, mit den bunten Riegelhäusern und dem vielen Blumenschmuck! In den Kellereien entlang des Weges dürft ihr Elsässischen Crémant und andere Weine probieren und bei Gefallen gleich kaufen. Nur auf den Speisekarten der Restaurants musste ich manchmal nach etwas Vegetarischem suchen: Leider scheinen viele Restaurants der Region (und deren Gäste) mit Frosch-Schenkeln und Stopfleber noch in einem anderen Jahrhundert zu stecken...
In Colmar hat mir besonders "klein Venedig" gefallen und damit auch die Bootsfahrt auf den verwunschenen Kanälen, welche durch die Häuser und Gassen führen.

Baden, Badenfahrt (5 Tage)
Im August fand aber auch die Badenfahrt statt, ein 10-tägiges Stadtfest, welches es so nur alle 10 Jahre gibt.  Entsprechend engagiert bauen und organisieren Vereine aus der Region für ihre Beizen - alles in Fronarbeit. Die Badenfahrt ist für mich das schönste Volksfest der Schweiz und hat mit den Festplätzen zwischen Fluss (Limmat) und Hügel (Ruine Stein) und all den Lichtern einen ganz besonderen Zauber. Schon vorher (und deshalb noch mit den Fotos vom letzten Mal) habe ich eine Empfehlung dafür geschrieben, die als "Liebesbrief" für Baden und seine Bewohner auch jetzt noch Gültigkeit hat: Badenfahrt 2017 - Das schönste Stadtfest der Schweiz! (link) 


September

Oman (4 Tage)
Die grosse Oman-Reise im März hat mir extrem gut gefallen und es zog mich seither zurück in dieses Land. Nur für ein verlängertes Wochenende so weit zu fliegen, ist etwas verrückt, aber es hat sich definitiv gelohnt. Um die Zeit gut auszunutzen, haben wir etwas vorausgeplant:
Nach einem puren Erholungstag am Strand war der zweite Tag für einen Schnorchelausflug reserviert. Wir hofften, nicht nur viele kleine, bunte Fische zu sehen, sondern auch Whale Sharks. Obwohl diese sich nicht blicken liessen, haben wir einen wunderbaren Tag verbracht: Schnorcheln um die Daymaniyat Islands soll ein Geheimtipp bleiben! (link)
Für den dritten Tag planten wir eine 4x4-Fahrt durch die Berge im Hinterland von Muscat mit Strecken durch das Wadi Sahtan sowie Teile des Wadi Bani Awf und zurück. Ein anspruchsvolles Vorhaben, denn die Nebenstrassen - genauer gesagt, Schotterpisten - durch die Berge sind häufig sehr abenteuerlich, an den steilen Berghängen liegen riesige, lose Felsen und jede Menge Steine. Die Pisten führen oft genug entlang von hunderte Meter tiefen, ungesicherten Schluchten und manchmal waren Teile davon abgerutscht. Trotz Google Maps, einer weiteren Navi-App und zwei Landkarten wussten wir nicht immer zu 100%, wie die Orte hiessen, wo wir gerade waren. Im Oman sind die gleichen Orte manchmal je nach Aussprache anders angeschrieben, gleichzeitig gibt es Orte, die ähnlich heissen, aber ganz woanders sind oder Ortsnamen fehlen ganz. Ein spannendes Abenteuer mit unfassbar schönen Landschaften.


Oktober

Hamburg (3 Tage)
In Hamburg war ich vorher noch nie und habe mich deshalb besonders gefreut, dass sich die Chance im Oktober ergab. Schnell gelangte ich zum Hafen mit den Landungsbrücken, genoss das Licht dort, die Bewegungen im Hafen, die frische Luft und die ganze Athmosphäre... Hamburg hatte mich! Alles liegt relativ nahe zusammen - richtig praktisch zum entdecken! Meine Berichte über Hamburg findet ihr hier: Der Himmel über Hamburgs Hafen und Landungsbrücken (link), Hamburg - Hafen, Landungsbrücken, Fischmarkt und Umgebung ... 10 Tipps + (link) und Hamburg: Reeperbahn und St. Pauli für Frauen - 10 Tipps und Infos (link) 


November

Zoo Zürich (1 Tag)
Im November hatte ich die Möglichkeit, an einer Führung des Zoo Zürich zum Thema Evolution teilzunehmen. Das war nicht nur interessant, sondern ergab auch eine lustige Begegnung mit dem Schlammspringer, einem Fisch, der amphibisch an Land lebt. Die Tiere hatte ich schon im März auf algenbewachsenen Steinen an einem Strand im Oman gesehen. Sie sind echte Sympathieträger und unterhaltsam dazu! Mehr findet ihr unter: Evolution und Exotarium im Zoo Zürich (link)


Dezember

Kempten (3 Tage)
Mein erster Weihnachtsmarkt für dieses Jahr: Kempten im Allgäu beheimatet einen kleinen, charmanten Weihnachtsmarkt, mit einer Menge Lichtern dekoriert. Im Städtchen lässt sich aber auch sonst gut einkaufen - und essen! Wie sehr auch der Weg schon das Ziel sein kann, wurde mir unterwegs in der Linthebene bewusst: Abendlicht, der aufgehende Mond und die umliegenden Berge zeigten ein grandiosens Schauspiel: Der Himmel über der Linthebene (Ostschweiz) (Link)

Essen (3 Tage)
Und meine zweite Weihnachtsmarkt-Reise für dieses Jahr: Essen im Ruhrpott bietet nicht nur einen Weihnachtsmarkt mit vielen traditionellen Angeboten und eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants: "Leo's Casa", sondern Ende November und Anfang Dezember auch die Essen Motorshow mit Allem zu den Theman Auto, Tuning und Motorsport. Eine spezielle Mischung, aber alles hat gut in ein langes Wochenende gepasst!

Emmental (2 Tage)
Um die Weihnachtszeit war ich wiederum im Emmental... das ist für mich genau der Richtige Ort für eine besinnliche Zeit, für Familie und Ruhe. Nein, still waren wir nicht, es ist eher eine innere Ruhe, welche die Landschaft hier ausstrahlt und weitergibt. Ein weiteres Plus: Auf den Hügeln des Emmentals seid ihr oft über der Nebelgrenze. Wenn im Mittelland alles nur düster und grau ist (seht ihr den hellen Streifen im Hintergrund?) dann könnt ihr hier oft strahlenden Sonnenschein geniessen.


Das war es, mein 2017 aus Reise-Sicht: 


Insgesamt war ich 66 Tage unterwegs (Geschäftsreisen, reine Reisetage und Kurzausflüge mit eingeschlossen). Einfache oder verlängerte Wochenenden, teilweise in Kombination mit Brückentagen ergaben schnell einmal mehrere Kurztrips von 2-5 Tagen.
Dennoch: Total über zwei Monate unterwegs und am Reisen überrascht mich selbst und finde ich neben einem Vollzeitjob relativ viel... Da ich auch sehr gerne zu Hause bin, dürfte es ruhig etwas weniger Reisezeit sein - wenn nur all die verlockenden Ziele und Ideen nicht wären ;-)
Vielleicht habt ihr es schon bemerkt: manchmal hat mir dann auch etwas die Zeit gefehlt, all die Erlebnisse und Reisen auch aufzuschreiben. Vergessen sind sie nicht und ich plane, alles noch zu zeigen. Allgemein ist es mir wichtiger, umfangreiche und hilfreiche Beiträge mit (nochmals nachgeprüften) Tipps und Empfehlungen zu schreiben, als alles möglichst sofort irgendwie zu verbloggen.


Australien-Rückblick:


Verteilt übers 2017 habe ich dafür praktisch die ganze Traum-Australienreise (link) aufgearbeitet und in 26 Beiträgen beschrieben: Von Perth über Yallingup, Margaret River, den äussersten Süd-Westen Australiens, Cape le Grand Nationalpark, Esperance, Scaddan, Norseman, Kalgoorlie-Boulder, Coolgardie, wieder Perth und drei Flüge weiter nach Heron Island, dann Gladstone, Hervey Bay, Regenwälder um Brisbane und Brisbane als Stadt selbst, Moreton Island mit seinen berühmten Wracks, Gold Coast, Surfers Paradise, Byron Bay, Port Macquarie, die Einfahrt nach Sydney über die Harbour Bridge, Bondi Beach, dann der Flug nach Lord Howe Island und Informationen zur Insel selbst, sowie zu allen Unterkünften. Schaut doch einmal vorbei, wenn euch Australien interessiert!
Die letzte Etappe wird wieder nach Sydney führen und ich spiele mit dem Gedanken, dort mit einer früheren Australienreise, die in Sydney startete, wieder anzuknüpfen und zusammen mit euch parallel zu den aktuellen Reisen weiter durch Australien zu ziehen...


Ausblick, Reisepläne und Wunschziele 2018


Fest geplant oder gebucht ist bisher noch nichts für das nächste Jahr, Ideen und Reisewünsche habe ich jedoch schon wieder viele im Kopf und auch erste Abklärungen und Terminanfragen sind am laufen. Folgende Reise-Ziele 2018 sind momentan im Gespräch:

- Arosa: voraussichtlich ein Kurz-Besuch im Winter

- Klosters: ebenfalls für einen Kurz-Besuch

- Berlin: Nachdem  mir die Stadt beim letzten Besuch so gut gefallen hat, würde ich sie gerne wieder besuchen und mir allenfalls auch für das Umland Zeit nehmen.

- Malta: momentan nach dem Autobomben-Anschlag, der mich sehr schockiert hat, nicht fest eingeplant, aber dennoch im Gespräch...

- Mallorca: unglaublich aber wahr: da war ich noch nie und die Insel soll sehr schön sein!

- Schweden: Ein Traum von mir: Schweden zum Midsommer erleben, wenn es nie richtig dunkel wird... Allgemein ist der Norden auf meiner Reisekarte noch untervertreten.

- Emmental: Auf jeden Fall werde ich wieder Zeit im schönen Emmental verbringen... wahrscheinlich sogar noch mehr als bisher.

- Madrid: Einige Tage in der Spanischen Hauptstadt... da war ich noch nie und überhaupt kam Spanien in letzter Zeit etwas selten vor in meinen Reiseplänen

- Oman: Zu gerne würde ich so bald wie möglich wieder hin! Ich zitiere - ausnahmsweise - mich selbst aus meinem letztjährigen Reiseausblick: "Wie ihr seht, bin ich bei vielen Reisezielen eine Wiederholungstäterin ... - ... Zusätzlich mag ich jedes Jahr neue, mir noch unbekannte Reiseziele entdecken - was die "Gefahr" birgt, dass daraus neue Lieblings-Orte entstehen..." - Genau das ist hier passiert.

- Grand Tour of Switzerland: Für Schweiz-Touristen wurde eine 1600 Kilometer lange, flexibel fahrbare Tour durch die Schweiz mit 22 Seen, 5 Alpenpässen, 12 Unesco Welterbestätten und unzähligen Sehenswürdigkeiten zusammengestellt und attraktiv ausgeschildert. Das Buch dazu habe ich bereits gekauft und im nächsten Jahr würde ich gerne ein wenig mehr Reisende im eigenen Land werden.

- Weitere Ideen: "Vielleicht einmal" - Ziele, die es noch nicht zuoberst auf die Prioritätenliste geschafft haben, aber dennoch schnell Realität werden könnten: - Polarlichter sehen - Fuerteventura - Norddeutschland - Island - Lanzarote - Safari in Afrika - Wien - Hamburg bei Nacht - Lac de Gruyere - La Gomera - Liparische Inseln - Australien (immer wieder!)


Habt ihr Tipps oder Beiträge zu meinen geplanten Reisezielen 2018? Dann freue ich mich, wenn ihr sie in den Kommentaren verlinkt!
Oder habt ihr eine Rückmeldung, eine Frage oder eine Meinung zu meinem Rückblick 2017? Auch dann freue ich mich sehr über eure Kommentare!
Einen persönlichen Weihnachtsgruss von mir aus der Schweiz findet ihr HIER.

Wenn euch mein Blog mit den Tipps, Reiseberichten und zukünftigen Zielen gefällt, freue ich mich natürlich besonders, wenn ihr ihn abonniert, teilt und weiterempfehlt. Danke! ♥

Liebe Reisegrüsse, Miuh

P.S.
Meine Reisepläne fürs 2018 zeige ich gerne auch bei Julie-en-voyage - sie sammelt bis  am 15.1.2018 Reise-Inspirationen für das eben angelaufene Jahr. Ich bin schon gespannt!
Gerne zeige ich meinen Reise-Rückblick 2017 auch bei Lexas Leben ... Lexa hat auch einen spannenden (nicht nur Reise-) Rückblick geschrieben. Schaut vorbei und vielleicht mögt ihr sogar selbst einen Rückblick schreiben?
Ebenfalls gerne zeige ich den Jahresrückblick in Reise-Form beim "Fachwerkhaus im Grünen", wo sonst Garten-Themen vorherrschen, aber heute ganz allgemein die schönsten oder liebsten Beiträge gesucht werden. 
Wie ihr seht, ist auf vielen meiner Jahresrückblick-Fotos auch der Himmel im Zentrum, deshalb zeige ich sie gerne auch bei der Raumfee "In Heaven"
Mein Blick zurück bedeutet auch Glück und Dankbarkeit für so viele schöne (Reise-) Erfahrungen, die ich deshalb gerne auch beim Sonntagsglück von Soulsistermeetsfriends zeige.
Zwischen den Jahren... Ein Blick zurück und ein Blick voraus, dazu zeige ich meinen Rückblick 2017 und Ausblick 2018 gerne bei Bunt ist die Welt
Alles zum Thema "Neues Jahr" sucht momentan Nicole von Niwibo und auch da beteilige ich mich gerne.

Freitag, 22. Dezember 2017

Meine schönsten Fotos aus dem zweiten Halbjahr 2017

Welches sind meine schönsten Fotos des zweiten Halbjahres 2017, welches ist für mich das aktuell allerschönste Foto und was sind die dazu gehörenden, kleinen Geschichten? Hier gibt Michael von "Erkunde die Welt" mit seiner FopaNet Fotoparade schon einmal die Möglichkeit, mit den liebsten Fotos auf die vergangenen sechs Monate zurückzublicken. Unbedingt empfehle ich euch auch meinen ganzjährigen Geheimtippreisen - Rückblick 2017 und Wunschziele 2018 (hier).


Die Kategorien:

Landschaft / Licht / Schwarz-Weiss / Tiere / Natur - die "Klassiker"
Nahaufnahme / Stadtbild / Farbkontrast / Essen / Aussicht - die "Kniffligen"
Schönstes Foto - die "Königsdisziplin"
https://www.erkunde-die-welt.de/2017/12/05/schoene-fotos-fotoparade-2-2017/

Daraus galt es, mindestens sechs Foto-Favoriten zu finden und hier zu zeigen... 6 + 1 sind es bei mir geworden. Zu jedem Bild erzähle ich euch eine kleine, persönliche Geschichte, denn mit den Fotos ist es für mich ein wenig wie mit den Menschen: Es zählen eben nicht nur die Äusserlichkeiten, sondern auch die Stimmung, der Charakter und die Erlebnisse dahinter.


Landschaft

Seit wir im März (hier) zum ersten Mal durch den Oman reisten und überwältigt waren von den Landschaften, den wilden Bergen und der Schönheit des Landes, zog es mich zurück. Tatsächlich gab es im September 2017 noch ein freies, verlängertes Wochenende in unserer Agenda - und als ich dann noch las, dass zu der Zeit auch Whale Sharks vor der Omanischen Küste unterwegs sein können, war die Entscheidung für eine etwas verrückte Kurzreise gefällt.
Als Kontrastprogramm zu unserem Schnorchel-Trip (link) planten wir eine 4x4-Fahrt durch die Berge im Hinterland von Muscat mit Strecken durch das Wadi Sahtan sowie Teile des Wadi Bani Awf und zurück. Ein anspruchsvolles Vorhaben, denn die Nebenstrassen - genauer gesagt, Schotterpisten - durch die Berge sind häufig sehr abenteuerlich, an den steilen Berghängen liegen riesige, lose Felsen und jede Menge Steine. Die Pisten führen oft genug entlang von hunderte Meter tiefen, ungesicherten Schluchten und manchmal waren Teile davon abgerutscht.
Es war eine der schrecklichsten Fahrten meines Lebens - und gleichzeitig eine der schönsten. Teilweise weiteten sich die Täler (wie im obigen Foto), es gab mehr Vegetation und wir passierten einzelne Häuser oder kleine Dörfer.  All die verschiedenen Landschaften waren unfassbar ursprünglich und schön - und obwohl ich beim Blick aus dem Seitenfenster manchmal in Panik aufgeschrien habe, würde ich sofort wieder gehen.


Schwarz-Weiss
Alleine in einer fremden Stadt - das konnte ich mir früher gar nicht vorstellen und auch heute noch bin ich viel lieber mit meinem Reisebegleiter unterwegs. Das alleine Reisen hat aber auch Vorteile: Meine Route kann ich ganz nach eigenen Interessen und erhofften Foto-Sujets ausrichten und mir beim Fotografieren so viel Zeit lassen, wie ich möchte.
In Hamburg war es im Oktober 2017 genau so: wie schon lange nicht mehr habe ich Verschiedenes ausprobiert, Perspektiven, Lichtstimmungen, Standorte geändert und nebenbei innert kürzester Zeit so viel von der Stadt entdeckt, wie ich vorher nicht zu hoffen wagte.
Mein liebster Ort wurde sofort die Gegend am Hafen mit den Landungsbrücken (link). Dort liegt auch die Rickmer Rickmers, ein Museumsschiff, vor Anker. Die ganze ursprüngliche Takelage hat mich sehr fasziniert und bot zusammen mit der abendlichen Lichtstimmung im Hintergrund ein wunderbares Motiv. In schwarz-weiss habe ich schon lange nicht mehr gearbeitet... Interessant finde ich hier, wie das ursprünglich romantische Motiv nun eher bedrohlich wirkt.


Tiere
Manchmal liegt das Gute ja so nah...! Gerade in meiner Heimatstadt Zürich gibt es einige ruhige Orte, grüne Oasen, die noch so richtige Geheimtipps sind - und ich bin sicher, da habe ich selbst noch längst nicht alle entdeckt.
Einer dieser Orte ist der Botanische Garten Zürich: Auf dem weitläufigen Gelände werden die verschiedensten Pflanzen gepflegt und naturliebende Menschen finden viel Interessantes, jede Menge Freiräume und Entspannung.
An einem strahlenden Herbsttag Mitte Oktober 2017 war ich im Park unterwegs und habe das Seerosen-Becken mit den vielen Fröschen entdeckt, die sich sonnten und wunderbare Fotomotive abgaben. Einer davon schien richtig stolz zu posieren - da fehlt nur noch ein Krönchen auf dem Kopf, findet ihr nicht auch?


Nahaufnahme
Erkennt ihr es? Das sind die noch gefalteten Flügel eines vor wenigen Stunden geschlüpften Schwalbenschwanz-Schmetterlings. Per Zufall entdeckte ich im Mai Schmetterlings-Eier am Dill vor der Haustür... Bald schlüpften kleine (Rüebli-)Räupchen, die ich geschützt aufzog, denen ich später beim verpuppen zuschaute und schliesslich im August 2017 auch beim schlüpfen als wunderschöne Schwalbenschwanz-Schmetterlinge. (hier mehr dazu) Ein Wunder der Natur, das glücklich macht!
Gleich nach dem Schlüpfen sind die Schmetterlinge noch ganz zerknittert. Sie brauchen etwas Zeit und Ruhe, um ihre Flügel ganz aufzufalten und bleiben auch dann noch eine Weile sitzen und können gut fotografiert werden. Nach einigen Stunden (bei schlechtem Wetter können es auch einmal zwei Tage sein) werden sie unruhig und fliegen schliesslich davon.
Das Schönste war für mich, als wenige Tage später ein Schwalbenschwanz zurückkehrte und wieder Eier auf dem Dill ablegte. - Der Kreislauf des Lebens begann von Neuem! Diese zweite Generation überwintert nun als Schmetterlings-Puppen gut geschützt draussen an der Kälte - wie es für die richtige Entwicklung sein muss.


Stadtbild
Mit Freude organisiere ich einen grossen Teil unserer kürzeren und längeren Reisen, recherchiere Geheimtipps, besonders schöne Orte, feine Restaurants, Natur-Erlebnisse, Unterkünfte und vieles mehr.
Im August 2017 aber wurde ich selbst zu einem Überraschungs-Wochenende eingeladen :-) Wohin würde die Reise gehen? Wir fuhren mit dem Auto los... Meine Tipps waren "München", dann "Bern", dann "Paris"... bei jeder Autobahnkreuzung fiel wieder eine der Optionen aus dem Rennen.
Schlussendlich landeten wir im Elsass, fuhren gemütlich entlang der Weinstrasse, degustierten Crémant d' Alsace und besuchten neben den schönsten Dörfern Frankreichs auch Colmar.
Schon lange hatte ich mir gewünscht, die Region zu bereisen, und die Häuser, die Dörfer mit all den Blumen, die Landschaften und speziell "klein Venedig" in Colmar waren noch schöner, als ich es mir vorgestellt hatte! Ein Foto im Hochformat gibt es bei mir selten - hier aber "muss" es sein, denn ich liebe Spiegelungen.


Aussicht

Kurz nach dem Start in Zürich im Oktober 2017 für meinen Flug nach Hamburg (hier) flogen wir eine sehr enge Kurve, so dass ich fast senkrecht auf die Landschaft unter uns sehen konnte. Solche Flugmanöver sind meiner Flugangst gar nicht zuträglich, aber eine der Strategien dagegen ist die Aussicht aus dem Flugzeugfenster zu bestaunen und zu fotografieren. (Hier seht ihr meine weiteren Tipps gegen Flugangst)
Dieser Blick auf die Erde hatte es wirklich in sich! Ihr seht hier links oben den unteren Katzensee, rechts oben den äussersten Teil von Zürich-Affoltern (Kreis 11, oft auch als "Zürich Nord" bezeichnet) , sowie schräg durchs Bild die grosse Autobahnbaustelle der A1 Nordumfahrung Zürich. Auf einer Länge von 580 Metern soll hier die Autobahn nach dem Ausbau schliesslich überdeckt werden und so neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten. (Quelle: Projekt-Seite) - eine schöne Vorstellung!
In der Zwischenzeit aber bleibt diese Baustelle auf der meist befahrenen Autobahn der Schweiz noch auf Jahre hinaus ein Nadelöhr - oft genug auch für mich. Einmal so darüber zu fliegen war deshalb ein ganz besonderes Erlebnis!


Schönstes Foto
Mit dem für mich persönlich schönsten Foto schliesst sich der Kreis wieder, denn ebenso wie das Landschaftsfoto am Anfang wurde es im September 2017 im Oman aufgenommen. Ob Andere in diesem Bild dieselbe Schönheit finden, wie ich? Oder sind es einfach die vielen positiven Emotionen, welche für mich dahinter stecken und es so wertvoll machen?
Nach einem anstrengenden Arbeitstag waren wir spät Abends ins Flugzeug gestigegen und früh Morgens gelandet. Schon im Flughafen von Muscat war alles so einfach und bekannt. Wir nahmen das Mietauto entgegen, fuhren los in Richtung Mutrah und da war es:
Das vertraute und gleichzeitig exotische Gefühl, nach so kurzer Zeit nochmals in diesem schönen Land zu sein (hier ein kleiner Rückblick auf den März), wieder auf dieser Strasse unterwegs im feucht-warmen Klima und doch neuen, noch unbekannten Abenteuern entgegen - Eine riesige Vorfreude!


Über die Fotos / Entwicklung: Die Bilder zeige ich hier in grösserer Qualität (2000x1333 Pixel Kantenlänge) als sonst auf dem Blog, mit draufklicken könnt ihr sie vergrössern. Teilweise wurden Schatten leicht aufgehellt, Helligkeit leicht vermindert, Bildausschnitte angepasst.



Alle Teilnehmer der FopaNet Fotoparade von Michael, sowie seinen eigenen Beitrag findet ihr hier (link). Einige meiner bisher liebsten Beiträge stelle ich euch hier bereits vor und werde laufend weiter ergänzen:

Cache 'n' Travel - Jedes der Afrika - Fotos ist anders, und jedes hat es mir angetan!
Mini Globetrotter - Beeindruckende Berg- und Landschaftsbilder aus Andalusien!
Reisen-Fotografie - Auch sonst verfolge ich ihre Beiträge gerne. Die vielen "Shades of grey" des Affen-Fells beeindrucken mich besonders. Definitiv mehr als Schwarz und Weiss!
Hikelust - Umwerfende und ganz besondere Fotos! Auch hier ist Hamburg mit der Elbphilharmonie vertreten und zeigt, dass es kein "schlechtes" Wetter gibt.
Nesting Nomads - Wunderschöne, Stimmungsvolle Landschaftsfotos... am meisten hat mich aber das Drohnenfoto überrascht!
Take a Hike - Umwerfende Natur- und Landschaftsfotos aus den USA. Meine Favoriten: "on the Road durch die Landschaft" sowie eine Aufnahme des Joshua Tree National Park
Naturfreundin - so viele schöne Tier- und Natur- Fotos... da kann ich mich gar nicht für einen Favoriten entscheiden :-) alle sind sehr sehenswert!
Lostintravel - So viele, schöne, bunte Reise- und Landschaftsfotos, die mir sehr gut gefallen!
Diereiseule - Von ihrer spannenden Reise nach Grönland hat sie extrem vielfältige Fotos mitgebracht - von ewigem Eis, aber auch noch ganz Andere
Travelmorebabbleless - Jedes der Fotos ist ein Wow! Die Landschaft der Lofoten, Polarlichter sowieso und auch bei mir hat sich der dreibeinige Fuchs gleich ins Herz geschlichen.
On Brink - Alle Fotos aus Australien, da hüpft mein Herz! :-) Besonders natürlich bei den Tierfotos, zum Beispiel von Kangaroo Island..
Trip to the Planet - Hier findet ihr ein besonders gutes Auge für spezielle Details und Sujets, kombiniert mit zauberhaftem Licht und Stimmung.
Travelisto - So viele schöne Fotos aus Namibia... Der kleine Gecko, Dünen, Giraffen - und zwei Bilder, die gleich das Camping-Gefühl (wieder) aufleben lassen.
Framing Landscapes - Schlicht meine liebsten Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, alles andere als Langweilig!
Dinky-Land - Island, Südtirol oder auch die Katze zu Hause... immer mit besonderem, warmen Licht oder speziellem Blick und Bildgestaltung


Liebe Reisegrüsse, Miuh