Freitag, 17. November 2017

Evolution und Exotarium im Zoo Zürich

Der Zoo Zürich liegt gar nicht so weit von meinem Zuhause entfernt und dennoch war ich schon länger nicht mehr dort. Eine von Freunden organisierte geführte Gruppen-Tour zum Thema "Evolution" freute mich deshalb sehr! Da die Führung hauptsächlich drinnen, im "Exotarium" des Zoos stattfindet, ist sie auch ein ideales Schlechtwetter-Programm.
Der freundliche Guide hat uns erklärt, dass die Evolution nicht erst mit Darwin und seinen Erforschungen begann, sondern eigentlich schon vor Milliarden Jahren während die Erde noch eine brodelnde Kugel war, auf der sich später das Wasser in den Meeren absetzte und irgendwann das erste Bakterium und somit das erste Lebewesen entstand. Im Wasser lebende Tiere entwickelten sich weiter, gingen an Land, passten sich unterschiedlichen Lebensräumen an, veränderten sich...
Besonders interessant sind jeweils diejenigen Tiere, die heute noch eine Zwischenform darstellen, aber auch Vergleiche zwischen Tieren, die ganz unterschiedliche Lebensweisen und Eigenschaften haben.

Krokodile gehören zu den ursprünglichsten Tieren - schon vom Aussehen her wird man an die Verwandtschaft mit den Dinosauriern erinnert. Durch ihre wechselwarme Lebensweise (die Körpertemperatur passt sich der Umgebungstemperatur an) sparen sie sehr viel Energie und können - ebenso wie Schlangen - sehr lange von einem erlegten und verzehrten Beutetier leben. Löwen hingegen müssen schon bald wieder auf die Jagd, um ihren enormen Energiebedarf zu decken.

Schlangen haben sich aus Echsen weiterentwickelt und mit der Zeit die Beine - da sie bei deren Lebensweise oft einfach nur im Weg und lästig waren - verkleinert, bis sie in der heutigen Form gar keine mehr haben...

Am liebsten waren mir aber die Schlammspringer, die dürft ihr auf keinen Fall verpassen! Anhand dieses Tieres fühlt ihr euch, als wärt ihr direkt bei der Evolution dabei: Der Schlammspringer gehört zu den Fischen, lebt aber amphibisch und verbringt die meiste Zeit auf den Flossen watschelnd und hüpfend an Land. Er atmet durch die Kiemen und hat an Land in einer Kammer hinter den Kiemen einen Wasser-Vorrat dabei, welchen er regelmässig auffüllen muss. Ebenso schnappt und schluckt er aber auch Luft und könnte ohne ersticken.
Die Schlammspringer leben im Zürcher Zoo in einem Aquarium / Terrarium mit Mangroven, in welchem Ebbe und Flut mit sinkenden und steigenden Wasserständen simuliert werden. Nicht nur evolutionstechnisch sind sie spannend, sie sind auch sonst unterhaltsame Tiere! Die "glubschigen" Augen, der vorstehende Mund und die lustigen Bewegungen sind einfach sympathisch!

Zum ersten Mal sind mir übrigens Schlammspringer anfangs Jahr im Oman am Strand auf den mit Algen bewachsenen Steinen begegnet und haben mich da schon fasziniert.

Meine drei Tipps zum Besuch des Exotariums im Zoo Zürich:

1. Genauso wie auch die Masoalahalle ist das Exotarium ein kleiner Geheimtipp, um einen düsteren, kalten Wintertag an einem bunten und warmen Ort zu verbringen. Gleich beim Eingang taucht ihr bei den Aquarien mit exotischen Fischen und Korallen in eine ganz andere Welt ein und könnt die Schlammspringer bewundern. Etwas weiter leben die Pinguine und im oberen Stock Schlangen, Echsen und Krokodile...
2. Im Exotarium ist die Luft feucht und warm. Zieht euch also unbedingt flexibel an... Draussen mag kaltes Wetter herrschen - drinnen wird euch in der Jacke schnell zu heiss und stickig.
3. Das Exotarium eignet sich auch gut für Kinder. Sie können die Unterwasserwelten bestaunen, in den Terrarien suchen, wo sich die Tiere verstecken und manchmal auch unter Aufsicht eine Schlange anfassen. Älteren Kindern kann (mit etwas Vorbereitung oder Vorwissen) auch ohne Führung viel Spannendes zum Thema Evolution erzählt und direkt gezeigt werden.


Machen euch diese kleinen, lieben Gesichter auch so Glücklich und gut gelaunt?
Liebe Reisegrüsse, Miuh

Gerne zeige ich die Schlammspringer (und die anderen Beispiele der Evolution  natürlich ebenfalls...!) auch beim Freutag, beim Sonntagsglück, gei den Montagsfreuden sowie beim Natur-Donnerstag.



Donnerstag, 2. November 2017

Hamburg: Reeperbahn und St. Pauli für Frauen - 10 Tipps und Infos

Wie ist es, als Frau (alleine) an der Reeperbahn in Hamburg unterwegs zu sein? Welche Unterkunft ist empfehlenswert und welche Tipps und Tricks gibt es sonst noch?
Hamburg, St Pauli, Grosse, Freiheit, Kiez, Ausgang
Vor meiner ersten Hamburg - Reise war ich kritisch eingestellt: Die erste Zeit würde ich alleine in der mir noch fremden Stadt unterwegs sein und einige Programmpunkte waren direkt an der Reeperbahn geplant. Nur: wie ist die Situation an der berühmt-berüchtigten Strasse wirklich? Ich beschloss die "Flucht nach vorne" und buchte ein Hotel / Hostel direkt an der Reeperbahn - so hatte ich wenigstens nach den geplanten Feiern keinen allzu langen Heimweg mehr alleine zu gehen.
Hamburg, Reeperbahn, Tag, Strasse


Im Nachhinein kann ich über viele meiner Sorgen und Gedanken nur lachen... mit etwas Erfahrung, einigen Infos und Tipps ist eben vieles einfacher und deshalb gebe ich sie hier gerne auch weiter:

1. Die Reeperbahn ist eine an sich recht unspektakuläre, nur mässig dicht befahrene, 2x2 Fahrspuren breite Hauptstrasse, welche nicht einmal ganz 1 Kilometer lang ist. Natürlich ist sie mit den vielen Bars und Nachtclubs vor allem als zentrale Strasse des "Vergnügungs- und Rotlichtviertels" St. Pauli bekannt, doch es gibt hier auch viel Anderes zu entdecken.
Hamburg, Reeperbahn, Strasse, Tag, St. Pauli

2. Wenn ihr sehr konservativ eingestellt seid, ist die Reeperbahn, sowie das ganze St. Pauli-Quartier eher nichts für euch! Es gibt hier Erotik - Boutiqen, Bars, in denen schon Morgens getrunken wird, ein Casino, Erotik-Clubs, eine Kneipe mit Box-Keller... Ihr trefft auf Jungesellen-Abschiede in allerlei Verkleidungen, sowie auf viele andere ausgelassene, feier- und trinkfreudige Menschen - und manchmal auch auf die negative Seite davon.
Hamburg, St. Pauli, Susis, Show, Bar, Kiez, Ausgang

3. Das Pyjama Park Hotel / Hostel (link) ist ein Glückstreffer! Es fühlt sich an, wie der sichere Hafen an der Reeperbahn: ein heller, freundlicher Ort mit viel Charme und weiblicher Power. Von den humorvoll - freundlichen, persönlichen e-mails vor- und nach dem Aufenthalt könnte sich manches 5-Sterne-Hotel noch eine Scheibe abschneiden!
Die Preise sind für die Lage gut bezahlbar, ob ihr alleine ein Zimmer belegt, oder in der Gruppe ein Mehrbettzimmer bucht. Ihr könnt wählen, ob ihr vorne raus mit Blick direkt auf die Reeperbahn oder in Richtung Innenhof übernachten wollt: Die Front-Seite ist (vor allem auch Nachts) tatsächlich je nach Zimmer sehr laut - aber eben auch spannend und unterhaltsam!
Das Frühstücksbuffet bot alles, was ich mir gewünscht habe und ihr könnt es auch spontan und günstig dazubuchen. Ein weiteres Plus: Das Morgenessen gibt es bis 12 Uhr Mittags.
Ich empfehle euch das Pyjama Park Hotel gerne und von Herzen, hoffe aber dennoch, dass es ein wenig ein Geheimtipp bleibt ;-)
Pyjama, Park, Hotel, Hostel, Hamburg, Unterkunft

4. Habt immer etwas Kleingeld leicht greifbar in der (Hosen-) Tasche! Ich habe noch nie in einer Stadt so viele auf den Strassen lebende Menschen und Bettler gesehen... Wenn ihr etwas geben mögt, ist es praktischer und sicherer, wenn ihr nicht die ganze Geldbörse hervornehmen und durchsuchen müsst. Ausserdem freut sich in vielen Lokalen ein Klomann oder eine Klofrau über eine kleine Gabe fürs sauber halten - da bin ich gerne grosszügig und hoffe sehr, dass sie das Geld auch selbst behalten dürfen!
Reeperbahn, Hamburg, Hochhaus, Tag

5. Obwohl St. Pauli in erster Linie als Rotlichtviertel bekannt ist, leben hier ganz viele Menschen, welche gar nichts mit dem Erotikgewerbe am Hut haben. Familien ziehen hier ihre Kinder auf, man kennt sich im Quartier... im Aldi um die Ecke begrüsst an der Kasse fast jeder jeden.
Reeperbahn, Hamburg, Schulbus, Alt, Lucullus

6. Es werden jede Menge spannende Reeperbahn und Kiez-Touren zu den verschiedensten Themen angeboten, welche euch viele Informationen, aber auch ein Gefühl für die Reeperbahn und St. Pauli näherbringen. Eine davon kann ich euch ganz besonders empfehlen:
Mit dem sehr sympathischen Kiez-Kapitän Jens von der Hafenkante Hamburg hatten wir eine super Zeit. Nebenbei wusste er viel über das Quartier zu erzählen: wir haben zum Beispiel erfahren welche Geschichten die Beatles mit Hamburg verbinden oder welche Bar eine ältere Geschichte hat, als man erwarten würde...
Hacker, Pschorr, Ritze, Bar, Boxkeller, Hamburg, Kneipe, St. Pauli, Kiez

7. Von der Herbertstrasse habt ihr vielleicht schon gehört: Sie ist mit Sichtschutzwänden abgeschirmt und dahinter bieten sich Prostituierte in Schaufenstern an... um dabei ungestört zu sein, werden keine anderen Frauen als Besucherinnen der Strasse geduldet, sondern allenfalls recht rabiat vertrieben. Wenn ihr als gemischte Gruppe mit neugierigen Männern oder als Paar unterwegs seid, könnt ihr euch für die 60 Meter und ca 5 Minuten gut aufteilen und am anderen Ende wieder treffen.
Hamburg, Kiez, Reeperbahn, St. Pauli, Jungesellenabschied, Verkleidung

8. Lokale für jeden Geschmack, jede Musikrichtung und jede Zielgruppe gibt es an der Reeperbahn und in den Seitengassen unzählige. Neben Hamburgs Bewohnern selbst und ausgehfreudigen Leuten aus den umliegenden Regionen, sind in St. Pauli vor allem viele Touristen aus Europa und aller Welt unterwegs. Vier Lokale und ihre Besonderheiten stelle ich euch hier vor, zu empfehlen sind aber viele andere bestimmt auch...
Im Herzblut St Pauli könnt ihr in gemütlicher Stimmung wirklich fein essen. Ab 22 Uhr wird das Licht gedimmt und die Musik lauter gedreht, so dass sich die kleine Tanzfläche schnell füllt.
Im Thomas Read Irish Pub sind erwartungsgemäss viele englischsprachige Gäste unterwegs, auf zwei Stockwerken wird Live-Musik gespielt und die Stimmung ist locker und "durstig".
Im Safari Bierdorf spielt Schlagermusik mit viel "Malle"-Einschlag. Natürlich gibt es auch Anderes als Bier zu trinken und geraucht wird leider auch drinnen ziemlich viel. Bis Ende 2013 war das Safari übrigens das letzte Live-Sex-Theater in St. Pauli
Olivias Show Club ist eines der bekanntesten Lokale im Kiez und beschreibt sich als eines der letzten Cabarets im Stil der goldenen Zeiten.
Olivias, Show, Club, St. Pauli, Hamburg, Kiez, Cabaret, Olivia Jones, Travestie

9. Wenn ihr euch mehr für die alten, urigen, originalen Kneipen interessiert, werdet ihr in St. Pauli ebenso fündig, meist in den Nebenstrassen und in kleineren Gassen. Zwei davon stelle ich euch hier  kurz vor:
Das Zum Silbersack wurde schon 1949 auf einem damaligen Trümmergrundstück eröffnet. Als die Mit-Gründerin und Inhaberin, Erna Thomson 2012 88-jährig starb, setzte sich eine Interessensvereinigung  für den Erhalt der Kneipe ein und diese wird nun vom "Ziehson" der alten Wirtin weitergeführt.
Das Hong-Kong wude 1934 von einem Chinesischen Seefahrer gegründet und wird heute von seiner Tochter Marietta geführt. Eine der Kneipen, welche noch von den lokalen Originalen besucht werden und leben.
Hong-Kong, Bar, Hotel, Hamburg, Reeperbahn, Kiez

10. Wie ist es denn nun, als Frau alleine auf der Reeperbahn unterwegs zu sein? Entlang der Strasse sind Tag und Nacht immer viele Leute, das heisst, ihr seid eigentlich nie wirklich alleine. Ausserdem herrscht enorm viel Polizeipräsenz, was euch ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit gibt. Einen ganzen Abend lang alleine in St. Pauli unterwegs sein, möchte ich zwar nicht unbedingt, für den Heimweg ist es aber absolut ok. Wichtig scheinen mir zwei Dinge: geht Junkies und allzu alkoholisierten Menschen aus dem Weg und geht euren Weg bestimmt, zielstrebig und mit sicherem Auftreten.
Davidwache, Polizei, St. Pauli, Kiez, Hamburg, Theater
Ja, und ob Frau oder Mann: wenn die Nacht für euch auch im Morgengrauen noch eine Fortsetzung finden soll, geht es weiter zum Fischmarkt und zur Fischauktionshalle: Tipp Nr. 6 hier (link)

Und nun los, nach Hamburg...
Liebe Reisegrüsse und Moin, Miuh

Sonntag, 29. Oktober 2017

Hamburg - Hafen, Landungsbrücken, Fischmarkt und Umgebung ... 10 Tipps +

Von meiner Unterkunft in Hamburg direkt an der Reeperbahn (Link: hier mehr dazu!) zog es mich als erstes in Richtung Elbe, in Richtung Hafen. Hier könnt ihr ganz einfach und direkt das "richtige" Hamburg entdecken - Ich war auf jeden Fall sofort begeistert!



Meine 10 liebsten Ziele sowie als + einige zusätzlichen Optionen und Geheimtipps rund um den Hafen Hamburg stelle ich euch hier mit vielen Bildern vor. Das Beste daran: Sie sind eigentlich alle in kurzer Gehdistanz erreichbar. Ihr könnt euch also einfach nach Lust und Laune von einer Attraktion zur nächsten treiben lassen oder einen kleinen Rundgang planen. Kommt ihr mit auf einen Hamburger Hafen-Spaziergang?

1. Die St. Pauli Landungsbrücken: Ihr spaziert entlang des alten Schiffsbahnhofs mit den Durchgängen zu den Anlegestellen und der Elbpromenade mit all den Anbietern für Hafenrundfahrten, Fischbrötchen und Souvenirs...
St Pauli, Landungsbrücken, hamburg, hafen, schiffe, Rickmer, Rickmers
Als wär's in einem Film, sitzt ein älterer Mann auf einem Stuhl und spielt Akkordeon. Schon von hier aus könnt ihr einen Blick auf die Elbphilharmonie, auf das Museumsschiff Rickmer Rickmers, und in Richtung der Werften und des Containerhafens werfen. Über die Brücken 1 - 10 kommt ihr hinaus zu den Landungsbrücken, die teilweise auch als Café und Biergarten genutzt werden, zumeist aber als Schiffanlegestelle dienen. Der Zugang ist frei und ihr habt hier Sicht auf den Hafen, auf den Schiffsverkehr und Foto-Sujets ohne Ende.
Landungsbrücken, St pauli, Hamburg, Barkasse, Traute, Abicht, Hafen, Dachtereasse

2. Der Aussichtspunkt "Bei der Erholung": Den kleinen Platz vor dem Hotel Hafen Hamburg könnt ihr über eine Treppe ab der St. Pauli Hafenstrasse bei den Landungsbrücken erreichen.
Hotel, Hafen, Hamburg, bei der Erholung, Aussichtspunkt, platz, panorama, Aussicht
Die Sicht über die Landungsbrücken und den Hafen reicht links bis zur Elphilharmonie und rechts bis zu den Docks und dem Containerhafen. Besonders schön ist die Stimmung Abends bei Sonnenuntergang. + Eine ähnliche Aussicht habt ihr vom Vorplatz der Jugendherberge "Auf dem Stintfang" auf dem Hügel nebenan.
Aussicht, Hafen, Hamburg, Erholung, Hotel, Platz, Schiffsbahnhof

3. Die Hafenrundfahrt: Nehmt euch unbedingt die 1-2 Stunden für eine der vielen Hafenrundfahrten, welche ab den Landungsbrücken angeboten werden! Es gibt die verschiedensten Anbieter und allerlei Routen (manchmal abhängig von Ebbe und Flut!) und sogar Lichterfahrten Abends. 

Hafenfaht, Hamburg, Containerhafen, Containerschiff, Container, Maersk, Line, Schiff, Hafenkran
Die Speaker sind Originale und erzählen viel Spannendes über Hamburg und den Hafen. Schaut euch um, vergleicht und wählt das Angebot, welches euch am meisten zusagt. Ganz ehrlich? Ich war gleich zweimal mit verschiednen Anbietern unterwegs: Einmal nur auf der Elbe, dicht vorbei an den grössten Containerschiffen und Hafenkränen und das andere Mal eher auf den Seitenarmen und durch die Speicherstadt.
Hafenfaht, Hamburg, Containerhafen, Containerschiff, Container, Maersk, Line, Schiff, Hafenkran
Als + Spartipp - Alternative könnt ihr die "normalen" Fähren nutzen, allerdings ohne die Erklärungen eines Guides. So fährt zum Beispiel die Nummer 62 bis Finkenwerder und zurück, wobei ihr auch das Elbufer, Docks, Containerhafen und jede Menge Hafenkräne seht.
Hafenfaht, Hamburg, Containerhafen, Containerschiff, Container, Mol, Line, Schiff, Hafenkran

4. Der St. Pauli-Elbtunnel: Der Nordeingang zum Elbtunnel befindet sich unter der kupferfarbenen Kuppel beim alten Schiffsbahnhof, von wo ein Lift ca. 24 Meter in die Tiefe fährt.
Eingang, St Pauli, Elbtunnel, alt, alter, Schiffsbahnhof, Landungsbrücken
Das Durchqueren des Tunnels ist für Fussgänger und Fahrradfahrer kostenlos! Nach 426 Metern kommt ihr beim Südeingang (Steinwerder) wieder ans Tageslicht. Nur wenige Schritte weiter befindet sich ein toller Aussichtspunkt, von wo ihr perfekt auf Hamburgs Hafen und die Landungsbrücken seht.
Steinwerder, Aussicht, Aussichtspunkt, Alter, Elbtunnel
Mit der Fähre Nummer 72 könnt ihr die Strecke ebenfalls fahren, falls ihr nicht beide Wege gehen mögt.

5. Das Museumsschiff Rickmer Rickmers: Das grosse, grüne Schiff mit den weissen Masten prägt das Hafenbild Hamburgs und bietet von überall her ein super Fotosujet. Darin findet ihr ein Museum sowie ein Restaurant - vielleicht eine Alternative für euch, wenn das Wetter einmal nicht so ganz mitspielen will?
Rickmer, Rickmers, Museum, Schiff, Museumsschiff, Hamburg, Hafen, Landungsbrücken

6. Die Fischauktionshalle Hamburg-Altona: In der Halle mit der industriellen Architektur direkt an der Elbe und am Hafen treffen sich jeweils Sonntag Morgens früh ab 5 (Sommer) oder 6 (Winter) bis 12 Uhr die letzten Nachtschwärmer, welche von der Reeperbahn her kommen und die Frühaufsteher.
Hafen, Fischauktionshalle, Hamburg, Altona, Fisch, Nachtschwärmer, Livemusik, Landungsbrücken
Natürlich könnt ihr hier auch Fischbrötchen essen oder frischen Fisch kaufen, vor allem aber gibt es kostenlos Live Musik, Party und gute Stimmung! Die Halle wird auch für grosse Events vermietet, schaut deshalb unbedingt vorher kurz auf der Homepage, ob sie auch offen ist.
Hafen, Fischauktionshalle, Hamburg, Altona, Fisch, Nachtschwärmer, Livemusik, Landungsbrücken

7. Der Fischmarkt: Während in der Halle gefeiert wird, findet Sonntag Morgens im Sommer ab 5, im Winter ab 7 jeweils bis 9.30 Uhr auf dem Platz davor unter freiem Himmel der Fischmarkt statt. Hier wird euch von Marktschreiern fangfrischer Fisch angeboten, typisch sind auch volle Obstkörbe (vergewissert euch, ob die Qualität stimmt!), Pflanzen und allerlei sonstige Waren. Wir haben dieses Mal nur noch die Überbleibsel angetroffen, über die sich Möwen und Tauben sehr gefreut haben...
Fischmarkt, Hamburg, Elbe, Möwen, Tauben, Abfall, aufräumen, danach

8. Der Michel: Unweit des Hafens steht die schöne, imposante Kirche St. Michaelis. Was mich hier hin gezogen hat, ist jedoch die grandiose Aussicht über den Hafen und ganz Hamburg vom 132 Meter hohen Turm aus!
St Michaelis, Kirche, Michel, aussicht, Turm, Hamburg
Die Kirche selbst ist frei zugänglich (ausser während Veranstaltungen!), der Eintritt zum Turm kostet 5 EUR - und ihr könnt wählen: zu Fuss all die Treppen hoch steigen, oder mit dem modernen Lift. (hier müsst ihr manchmal etwas anstehen) Mögt ihr nachts die Lichter der Stadt sehen? Dann ist der + Nachtmichel euer Ding: für 10.50 EUR könnt ihr den Turm Abends besuchen.
St Michaelis, Michel, Aussicht, Turm, Kirche, Hamburg
Etwas näher zur Speicherstadt steht eine andere Kirche: das + Mahnmal St. Nikolai. Für 5 EUR könnt ihr mit dem gläsernen Lift bis zur Aussichtsplattform auf 76 Metern Höhe fahren und die Sicht über die Speicherstadt, Hafencity und ganz Hamburg geniessen.
St Nikolai, Kirche, Mahnmal, Aussicht, Sicht, Michel

9. Die Elbphilharmonie: Das imposante Gebäude des Hamburger Konzerthauses, liebevoll auch Elphi genannt, habe ich dieses Mal nur von aussen gesehen. Der Bau prägt das Stadtbild von Hamburg und ihr könnt es von den verschiedensten Standorten aus sehen.
Elbphilharmonie, Laeiszhalle, Hamburg, Elphi
Der untere Teil besteht aus einem alten (geschützten) Speicher aus Ziegelsteinen. Dieser wurde komplett entkernt und der moderne, neue Teil mit den spiegelnden Scheiben darauf gebaut. Dazwischen, auf 37 Metern Höhe befindet sich die öffentlich zugängliche Plaza mit dem Aussenrundgang, wofür ihr allerdings ein "Plaza-Ticket" braucht. Diese Tickets sind gleichentags vor Ort kostenlos erhältlich oder können für 2 EUR länger voraus gebucht werden. Mit der Fähre Linie 72 könnt ihr von den Landungsbrücken direkt zur Elbphilharmonie fahren.


Elbphilharmonie, Laeiszhalle, Hamburg, Elphi

10. Die Speicherstadt: Der als Unesco Weltkulturerbe eingetragene Stadtteil ist durchzogen von Kanälen, entlang derer die 100 Jahre alten Lagerhäuser aus Backsteinen auf Eichenpfählen am und im Wasser stehen.
Speicherstadt, Hamburg, Lagerhäuser, Brücke, Kanal, Speicher, alt
Bei vielen der Hafenrundfahrten könnt ihr die Speicherstadt vom Schiff aus bewundern - allerdings nur bei Flut! Klärt deshalb unbedingt mit den Anbietern ab, ob und wann sie durch die Kanäle fahren. Aber auch zu Fuss könnt ihr die Speicherstadt erkunden und von den verschiedenen Brücken aus die Sicht auf die Kanäle geniessen. Ganz speziell ist auch hier ein Besuch Abends, wenn die Backsteingebäude und Brücken organisiert vom Projekt "Lichtkunst Speicherstadt" beleuchtet werden.


Speicherstadt, Hamburg, Lagerhäuser, Brücke, Kanal, Speicher, alt, industrie



Zusätzlich habe ich hier einige + Ideen und Tipps für euch, was ich in Hamburg auch noch gerne gemacht hätte, aber nicht mehr geschafft habe:

+ Shopping! Zwischen der Hamburger Altstadt und Binnenalster gib es jede Menge Einkaufsmöglichkeiten... Vielleicht nicht so gross und bekannt wie in München oder London, aber mit viel Charme.

+ Internationales Maritimes Museum Hamburg: Auch wieder eine Schlechtwetter-Alternative. Im Museum in der Speicherstadt könnt ihr alles über 3000 Jahre Seefahrtsgeschichte erfahren, aber auch Sonderausstellungen besuchen.

+ Dockland Hamburg ist ein Rautenförmiges (oder eben Schiffsförmiges) Bürogebäude direkt am Ufer der Elbe. (Erreichbar mit der Fähre Linie 62) Über 136 Stufen erreicht ihr die öffentliche Dachterasse des 6-Geschossigen Gebäudes und habt - einmal mehr - eine grandiose Aussicht über Hamburg und den Hafen

+ Strandpauli bietet euch Strandfeeling für Hartgesottene. Im Sommer wie im Winter könnt ihr hier, hinter den Landungsbrücken im nicht immer milden Wetter Hamburgs das Strandleben geniessen und vorbeiziehenden Schiffen zuschauen. (Im Winter auch drinnen-Programm!)

+ Miniatur Wunderland: Die grösste Modelleisenbahn der Welt ist nicht nur das perfekte Schlechtwetterprogramm für Kinder, sondern ebenso für Erwachsene! Auf der 1490m2 grossen Anlage mit 15,4 Kilometer langen Gleisen gibt es unglaublich viele kleine Szenen aus diversen Ländern zu bewundern. Und ich hoffe, ihr könnt euch beherrschen ;-) Angeblich "verunglücken" pro Jahr bis zu 3'500 Figuren (bzw. sie werden "entführt")

+ Das Rathaus wird als eines der schönsten Gebäude Hamburgs angesehen. Ihr könnt es nicht nur von aussen bewundern, der Eingangsbereich ist frei zugänglich und weitere Räume könnt ihr während einer Führung entdecken.

+ HafencityWenn ich hier eine Wohnung hätte... Träumen darf man ja! Hier entsteht ein komplett neuer Stadteil Hamburgs mit zehn verschiedenen Quartieren. Gebaut wird seit 2001 und geplant wird bis ca 2025... Zu Fuss könnt ihr dieses spannende Stadtentwicklungsprojekt entdecken und bestaunen.
Hafencity, Hamburg, Städtebau, Projekt, bau, neu

Zwei Zusatztipps möchte ich euch noch mit auf den Weg geben:

Kappe und Schal sind in Hamburg und besonders am Hafen und in der Höhe auf den Aussichtspunkten meist sehr praktisch. Oft ist es bei jedem Weter windig und feiner Nieselregen kann fallen, auch wenn der Himmel kurz zuvor noch blau war. Da ist etwas Kuscheliges sehr angenehm.

+ Falls ihr ein Taxi nehmt: gebt dem Fahrer die Adresse und sagt ihm nicht die Lokalität / Sehenswürdigkeit, da die meisten nur nach Navi fahren und die Orte nicht wirklich kennen.

Mögt ihr meine Tipps rund um den Hafen Hamburg? Was sind eure liebsten Orte rund um Hafen, Landungsbrücken und Fischmarkt? Habt ihr noch Tipps, die ich hier vergessen habe?
Ich freue mich natürlich auch besonders, wenn ihr meinen Beitrag teilt  und meinen Blog abonniert :-)

Liebe Reisegrüsse, Miuh

P.S. Einige Bilder zum Himmel über Hamburgs Hafen und Landungsbrücken findet ihr HIER (link) und gerne zeige ich meinen Beitrag auch bei den Montagsfreuden, beim Sonntagsglück und bei in Heaven.


Montag, 23. Oktober 2017

Der Himmel über Hamburgs Hafen und Landungsbrücken

Rickmer Rickmers, Hafen, Hamburg, Landungssteg, Elbphilharmonie, Elphi, Meer, Schiffe, Schiff, Museumsschiff

Schon vor der Abreise zeichnete sich ab, dass für mein Hamburg-Wochenende wohl nicht eitel Sonnenschein herrschen würde: Durchwegs waren dichte Bewölkung, Regen und noch mehr Regen angesagt.
Hafen, Hamburg, Landungsstege, Kamin, Rauch, Wolken,

Ich habe mir fest vorgenommen, mir die fotografier-Freude dadurch nicht verderben zu lassen, sondern ganz viele, zum Hamburger Wetter-Klischee passende, stimmungsvolle Wolken- und Regenfotos aufzunehmen.
Hafen, Hamburg, Containerhafen, Meer, Kran, Kräne, Landungsstege, Hard rock cafe

Ganz ehrlich? Vergesst das! Wenn es rundherum so richtig eintönig grau ist, die Wolkendecke dicht und der feine Nieselregen die Sicht verdeckt, bleibt nicht viel spektakuläre Stimmung übrig - diese Erfahrung habe ich spätestens jetzt in Hamburg dazugewonnen.
Hamburg, Hafen, Hafenkran, Kran, Kräne, Sonnenuntergang, Landungsstege

Dennoch hatte ich riesiges Glück! Beim ersten Entdeckungs-Spaziergang fand ich schnell zum Hafen, beziehungsweise zu den Landungsbrücken und dort bot der Himmel für einige Minuten traumhafte Abendstimmungen. Eine blaue Lücke zwischen den Wolken, tiefe Sonnenstrahlen und feines Abendrot ergaben ein spezielles Licht über dem Hafen und den Landungsbrücken - und Hamburg hatte mich!
Hamburg, Hafen, Aussicht, Meer, Landungsstege, Rickmer Rickmers, St Pauli, Hafenstrasse

Mehr zu Hamburg, dem Hafen, den Landungsbrücken, zum Fischmarkt aber auch zum Kiez mit der Reeperbahn folgt bald!
Rickmer, Rickmers, Schiff, Museum, Museumsschiff, grün, Abendhimmel, Mast, Taue, Takelage

Mehr Himmel findet ihr hier: Der Himmel über...
Liebe Reisegrüsse
Miuh

P.S. Gerne zeige ich meinen Hamburger Himmel auch beim Sonntagsglück, beim "Freutag" und bei "in Heaven"