Samstag, 30. September 2017

Tag und Nacht am legendären Bondi Beach in Sydney

Bondi Beach ist einer der legendärsten Strände in Sydney - und sogar als nationales Denkmal in die "Australian National Heritage List" eingetragen! Genau hier lag nun unser Ziel, nachdem wir mitten in die Stadt hinein und über die Harbour Bridge (link) gefahren waren.

Bondi Junction liegt nicht allzu weit (ca. 1/2 Auto-Stunde) von Sydney's Flughafen Kingsford Smith International Airport entfernt (wo wir am nächsten Tag weiter fliegen würden) und ist zudem Sehnsuchtsort und Traumziel vieler Australien-Reisender.

Wellensurfer, Junge, Sprachschüler aus aller Welt, Australier, Familien,... sehr viele verschiedene Menschen scheinen sich hier zu treffen. Dennoch ist der Stadt-Strand genügend gross, um Platz für alle zu bieten.
Eine Unterkunft zu finden, war richtig schwierig, doch schlussendlich waren wir glücklich! Über Airbnb fanden wir ein Zimmer in einer sehr netten Männer-WG mit Katze, gleich auf der rechten, südlichen Seite des Bondi Beach und direkt am Startpunkt des "Bondi to Bronte Costal Walk" (link).
Zuerst einmal setzten wir uns jedoch auf ein Mäuerchen am Bondi Beach, assen etwas Kleines und ruhten uns nach der langen Autofahrt ein wenig aus.Bei drückenden über 40 C waren wir (hier) der Ostküste entlang in Richtung Sydney gefahren und auch jetzt noch war es brütend heiss!
Wir schauten aufs Meer hinaus, wo die Wolken eine gruselige Darbietung boten und sich eine Wetterfront in unsere Richtung schob. Dann kamen Windböen auf und innerhalb weniger Minuten fielen die Temperaturen von ca. 40 auf 25 C - Ein sehr beeindruckendes und deutlich fühlbares Wetter-Schauspiel!
Wie auf Kommando standen praktisch alle Bondi Beach-Besucher gleichzeitig auf, packten ihre Sachen zusammen und verliessen den Strand. Sie lagen nicht falsch! Auch für uns wurde es Zeit, unsere Unterkunft zu entdecken, bevor wir vom Regen total durchnässt wurden.
Dort konnten wir unsere Sachen waschen, das Gepäck neu ordnen und aussortieren - denn für den nächsten Reise-Abschnitt  war wieder eine Gewichts-Beschränkung angesagt...
Nach dem Regen und mit der tief stehenden Sonne war die Stimmung ganz anders und ich konnte mich an der Aussicht aus dem Wohnzimmerfenster direkt auf den Bondi Beach kaum sattsehen.
Hier war es auch, als ein Freund  mich anrief und fragte, ob es uns gut gehe - ob wir noch lebten? So erfuhren wir erst von den verheerenden Busch-Bränden (link) einige Tage zuvor nördlich von Esperance.
Sydney's Stadtteil Bondi ist quirlig und lebendig, entlang der Strandpromenade und in den Strassen dahinter verteilen sich gut besuchte Bistros, Bars, Restaurants, Läden... Das Leben hier ist nicht günstig - auch unsere Gastgeber hatten mehrere Jobs und haben zusätzlich mit der teilweisen Vermietung eines Zimmers ihre Mietkosten etwas gesenkt. Wenn ihr hier wohnt, habt ihr dafür einen Traum-Strand vor der Haustür, es läuft immer etwas und eure Verkehrsverbindungen in die Innenstadt sind ebenfalls gut.
Genau so legendär und cool wie der Bondi Beach selbst ist der Bondi Icebergs Pool, ebenfalls wie unsere Unterkunft am südlichen Ende des Strandes gelegen. Seine Schwimmbecken (ganzjährig zugänglich) mit dem blauen Wasser, umrahmt von Felsen und dem Meer werden vor allem im Australischen Winter von Schwimmern genutzt, welche aber nicht zimperlich sein dürfen: die Wassertemperatur beträgt manchmal nur 15 C, Wellen klatschen vom Meer her über den Rand des Beckens und füllen es mit frischem Meerwasser.

Ein Tipp: Was von aussen wie ein Club nur für privilegierte Nutzer aussieht, ist auch für euch zugänglich! Der Zutritt zum Pool (link) kostet euch AUD 6.50 (inklusive Sauna) oder ihr gönnt euch im Bistro darüber (link) einen Drink oder etwas zu essen - und natürlich die grandiose Aussicht!
Als wir Abends vom Essen zurückkamen, sahen wir wie das recht aufgewühlte Meer eins nach dem anderen Mal an die Felsen schlug und das Wasser weit hoch und ins Schwimmbecken spritzte. Kein Pool, in dem ich bei Sturm baden möchte, aber sehr faszinierend und beeindruckend zum Zusehen!
Nach einer kurzen Nacht mit leisem Meeresrauschen im Hintergrund, standen wir früh auf, streichelten der Gastgeber-Katze nochmals über den Kopf, packten unsere Taschen ins Auto und fuhren los in Richtung Flughafen. Ein neues Abenteuer, noch eine Insel, wartete auf uns...
Hier findet ihr die letzte Etappe: Sydney: Beeindruckende Fahrt über die Harbour Bridge und Maut-Falle
und hier die Übersicht zu allen Etappen der Traum-Australienreise

Liebe Reise-Grüsse
Miuh

P.S. Gerne zeige ich meinen Wetterwechsel heute bei der Raumfee (link), welche heute über einen sehr viel ernsteren "Wetterwechsel" schreibt.

Kommentare:

  1. Hallo Miuh,
    der Strand ist sehr schön, auf den ersten Bildern hat das Wasser eine traumhafte und durchsichtige Farbe. Auch ncah dem Sturm hast du von dem beeindruckende Bilder.
    Ich würde in ganz Australien mich nicht ins Wasser trauen, da hört man so viel mit Haiattacken und auch von irgendwelchen tödlichen Quallen.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenede, Flögi

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    1. Liebe Flögi, auf den ersten Blick verstehe ich Dich da absolut, wer alles um Australien im Meer (aber auch an Land) unterwegs ist, kann einen schon ängstigen! Und ich weiss, wie sehr man in Panik kommen kann, da ich einmal in einen ganzen Schwarm (absolut harmloser!) Quallen geraten bin... Ich dachte, ich muss sterben - bis ich bemerkt habe, dass ich wohl schon lange tot wäre, wenn das nicht harmlose Quallen wären. Aber mein Herz raste noch ganz schön lange! Wichtig ist schon mal, auf die Einheimischen zu hören und sich an die Warnschilder zu halten.
      Letztes Jahr habe ich ziemlich ausführlich die Todesfallstatistik von Australien studiert. So habe ich gesehen, dass (tödliche) Hai-Angriffe extrem selten sind (0-2 pro Jahr), Unfallursachen wie Auto-Verkehr, Streit (schubsen, schlagen), Stolpern, Bienenstiche, ertrinken im Pool oder sogar in der Badewanne hingegen sehr viel häufiger. Seither bin ich viel beruhigter im Meer unterwegs.
      Die neueste Statistik ist übrigens gerade erst letzte Woche wieder veröffentlicht worden... und ich glaube, Du hast mich mit Deiner Frage endgültig zu einem Beitrag zu eben diesem Thema inspiriert, den ich eigentlich letztes Jahr schon schreiben wollte :-)
      Lustigerweise hat mir auch eine Hai-Forscherin geholfen, die auf meine Frage nach Haien hin gesagt hat: "Haie? Hier ist alles voll davon - aber da sind so viele Fische, die haben keinen Hunger..."
      Ich weiss, Angst ist oft nicht rational (sonst hätte ich auch keine Flugangst mehr!) aber unterdessen hoffe ich eher, dass ich Haie sehe, als dass ich mich fürchte. Liebe Grüsse, Miuh

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